Hochfrequenzablation bei Menorrhagie: Methodenvergleich
Hintergrund
Eine übermäßig starke Menstruationsblutung (Menorrhagie) gehört zu den häufigsten Menstruationsstörungen. Wenn medikamentöse Therapien nicht ausreichen, kontraindiziert sind oder abgelehnt werden, kommt ein operativer Eingriff infrage.
Voraussetzung für eine Endometriumablation ist, dass kein Kinderwunsch mehr besteht. Es stehen verschiedene uteruserhaltende Verfahren der ersten und zweiten Generation zur Verfügung.
Der IQWiG-Bericht N20-06 untersucht den Nutzen der Hochfrequenzablation (HF-Ablation) mittels Netzelektrode. Diese wird mit etablierten Verfahren wie der Schlingenresektion kombiniert mit Rollerballablation (S/R) sowie der Ballonablation verglichen.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bericht bietet die Hochfrequenzablation insbesondere gegenüber der Schlingenresektion einen Vorteil bei der intraoperativen Sicherheit. Es wird hervorgehoben, dass schwerwiegende Komplikationen wie Uterusperforationen oder ein Fluid Overload unter der HF-Ablation seltener beobachtet wurden.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht sieht einen Beleg für einen höheren Nutzen der HF-Ablation gegenüber der Ballonablation. Dies zeigt sich vor allem in einer stärkeren Reduktion der Blutungsstärke und einer höheren Amenorrhörate.
Laut Untersuchung können intraoperativ Ereignisse wie Uterusperforationen, Zervixrisse oder ein Fluid Overload auftreten. Die HF-Ablation weist hierbei im Vergleich zur Schlingenresektion eine signifikant geringere Komplikationsrate auf.
Die Auswertung zeigt einen Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen der HF-Ablation bezüglich des prämenstruellen Syndroms (PMS) im Vergleich zur Ballonablation. Gegenüber der Schlingenresektion konnte hingegen kein signifikanter Unterschied beim PMS festgestellt werden.
Der Bericht stellt fest, dass operative Reinterventionen wie Hysterektomien oder Reablationen nach allen untersuchten Verfahren vergleichsweise selten sind. Es ergibt sich kein Anhaltspunkt für Unterschiede in der Reinterventionsrate zwischen der HF-Ablation und den Vergleichsverfahren.
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Quelle: IQWiG N20-06: Hochfrequenzablation des Endometriums mittels Netzelektrode bei Menorrhagie (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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