IQWiG2019Gynäkologie

Vaginale Geburt am Termin: S3-Leitlinie zum Management

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht V16-01 dient als evidenzbasierte Grundlage für die Erstellung der S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin. Er fasst die aktuelle Studienlage zu verschiedenen geburtshilflichen Fragestellungen systematisch zusammen.

Ein zentraler Aspekt des Berichts ist die Untersuchung von spezifischen Interventionen unter der Geburt. Dazu gehören die intrapartale Ultraschalldiagnostik, die Eins-zu-Eins-Betreuung durch Hebammen sowie die Modifizierung der Umgebungsgestaltung im Kreißsaal.

Zudem wurde evaluiert, inwiefern sich Geburtsphasen einheitlich definieren lassen und welche Rolle komplementärmedizinische Maßnahmen zur Schmerzlinderung spielen. Die methodische Bewertung der Evidenz erfolgte nach dem GRADE-Ansatz.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein bemerkenswertes Ergebnis des Berichts ist, dass der Einsatz des intrapartalen Ultraschalls zur reinen Bestimmung des kindlichen Höhenstands mit einer erhöhten Kaiserschnittrate einhergeht. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine gezielte Mobilisation in der frühen Austreibungsphase bei Erstgebärenden mit Periduralanästhesie die Rate an Spontangeburten senken kann. Es wird deutlich, dass zusätzliche Diagnostik oder Interventionen nicht in jedem Fall zu einem besseren Geburtsverlauf führen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist eine kontinuierliche Eins-zu-Eins-Betreuung mit mehr vaginalen Geburten und weniger Kaiserschnitten assoziiert. Zudem treten seltener höhergradige Dammrisse auf und es werden weniger Wehenmittel benötigt.

Der Nutzen hängt laut Bericht stark von der Indikation ab. Während der Ultraschall vor einer manuellen Rotation die Spontangeburtenrate erhöhen kann, führt er bei der reinen Höhenstandsbestimmung des Kopfes laut Evidenz zu mehr Kaiserschnitten.

Der Bericht stellt fest, dass es für homöopathische Maßnahmen zur Schmerzerleichterung in der Eröffnungs- und Austreibungsphase kaum wissenschaftliche Evidenz gibt. Es wurden nur sehr wenige Studien zu diesem Thema identifiziert.

Gemäß der Literaturauswertung existiert keine international oder national einheitliche Definition der Geburtsphasen. Insbesondere die Abgrenzung zwischen der latenten und aktiven Eröffnungsphase wird in den Studien unterschiedlich definiert.

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Quelle: IQWiG V16-01: Unterstützung bei der Erstellung einer S3-LL zur natürlichen Geburt (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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