IQWiG2019Gynäkologie

Natürliche Geburt: Klinikgröße und maternale Endpunkte

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Evidenzbericht (V16-01B) aus dem Jahr 2019 dient als Grundlage für die S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin. Er untersucht, wie sich die Erfahrung und Expertise des geburtshilflichen Personals auf maternale und neonatale Endpunkte auswirken.

Die Zielpopulation umfasst Schwangere zwischen der vollendeten 37. und 42. Schwangerschaftswoche. Betrachtet wird der Zeitraum von der aktiven Eröffnungsperiode bis zum Ende der Nachgeburtsperiode.

Die Bewertung der Evidenz erfolgte nach der GRADE-Methodik. Dabei wurden sowohl gezielte Weiterbildungsmaßnahmen als auch systemimmanente Faktoren wie die jährliche Geburtenzahl einer Klinik und deren Versorgungsstufe analysiert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Evidenzbericht verdeutlicht, dass eine höhere Geburtenzahl in einer Klinik zwar mit mehr vaginalen Geburten bei Erstgebärenden assoziiert ist, gleichzeitig aber häufiger eine schwere metabolische Azidose beim Neugeborenen diagnostiziert wird. Es wird betont, dass die zugrundeliegende Evidenzqualität für diese Beobachtungen sehr niedrig ist und methodische Limitationen der Studien zwingend berücksichtigt werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem IQWiG-Bericht lässt sich eine signifikante Abnahme ungeplanter Kaiserschnitte durch Weiterbildungsmaßnahmen nicht eindeutig nachweisen. Es zeigt sich jedoch eine Zunahme der vaginalen Geburten insgesamt.

Der Bericht zeigt keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich der intrapartalen und neonatalen Mortalität zwischen Kliniken mit hohen und niedrigen Geburtenzahlen. Die Evidenzqualität hierfür wird als sehr niedrig eingestuft.

Es wird berichtet, dass Gebärende mit einer Periduralanästhesie (PDA) in Krankenhäusern mit größeren Geburtenzahlen oder einer höheren Versorgungsstufe seltener Wehenmittel unter der Geburt erhalten.

Der Evidenzbericht konnte keinen signifikanten Unterschied beim Auftreten von Dammrissen dritten oder vierten Grades durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen des Personals nachweisen.

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Quelle: IQWiG V16-01B: Unterstützung bei der Erstellung einer S3-LL zur natürlichen Geburt - Evidenzberichte (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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