IQWiG2009Pneumologie

Obstruktive Atemwegserkrankungen bei Kindern: IQWiG-Bericht

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2009)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht V06-02B untersucht den Nutzen und Schaden therapeutischer Interventionen bei Kindern im Alter von 2 bis unter 5 Jahren mit Symptomen einer bronchialen Obstruktion. In dieser Altersgruppe ist eine definitive Diagnose von Asthma bronchiale oft noch nicht möglich.

Viele betroffene Kinder sind im Schulalter wieder beschwerdefrei und entwickeln kein chronisches Asthma. Daher liegt ein besonderer Fokus auf der Nutzen- und Schadensbilanz von frühen therapeutischen Maßnahmen, um Übertherapien zu vermeiden.

Die untersuchten Interventionen basieren auf den Empfehlungen des Disease-Management-Programms (DMP) Asthma bronchiale. Insgesamt wurden 14 medikamentöse und nichtmedikamentöse Verfahren systematisch ausgewertet.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende zentrale Ergebnisse zur Behandlung der bronchialen Obstruktion bei Kleinkindern:

Datenlage zu etablierten Therapien

Für 12 der 14 im DMP Asthma etablierten Interventionen konnten keine geeigneten Studien für die Altersgruppe der 2- bis unter 5-Jährigen identifiziert werden. Die Maßnahmen gelten für diese Altersgruppe als unzureichend untersucht.

Zu den nicht ausreichend belegten Therapien zählen laut Bericht:

  • Systemische Kortikosteroide

  • Kurzwirksame (SABA) und langwirksame (LABA) Beta-2-Sympathomimetika

  • Anticholinergika und Methylxanthine

  • Nichtmedikamentöse Verfahren wie Allergenkarenz, Patientenschulungen oder spezifische Immuntherapie

Inhalative Kortikosteroide (Fluticason)

Eine Wirksamkeit konnte für das inhalative Kortikosteroid Fluticasonpropionat nachgewiesen werden. Die Gabe führt zu einer symptomatischen Besserung und senkt den Bedarf an Bedarfsmedikation sowie die Exazerbationsrate.

Der absolute Nutzen wird jedoch als gering eingestuft. Dem gegenüber steht eine nachgewiesene Verminderung des Längenwachstums um 1,1 cm über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Leukotrienrezeptorantagonisten (Montelukast)

Für Montelukast zeigt sich in Studien ebenfalls eine Reduktion der Symptomatik und des Bedarfs an kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika. Die Auswirkungen auf Exazerbationen zeigten in den Studien widersprüchliche Ergebnisse.

Der Bericht betont jedoch, dass die Substanz in den Studien nicht gemäß der deutschen Zulassung eingesetzt wurde. Daher kann für die in Deutschland zugelassene Indikation keine abschließende Aussage getroffen werden.

Dosierung

Der Bericht bezieht sich auf folgende Dosierungen, die in den eingeschlossenen Studien zur Dauertherapie untersucht wurden:

WirkstoffDosierung laut StudienIndikation / Anmerkung
Fluticasonpropionat88 µg 2-mal täglichDauertherapie bei bronchialer Obstruktion
Montelukast4 mgDauertherapie (Einsatz in Studien entsprach nicht der deutschen Zulassung)

Kontraindikationen

Der Bericht warnt vor einer unkritischen Langzeitgabe von inhalativen Kortikosteroiden bei Kindern mit nur gering ausgeprägter Symptomatik. Es wird darauf hingewiesen, dass die nachgewiesene Beeinträchtigung des Längenwachstums (1,1 cm in 2 Jahren unter Fluticasonpropionat) gegen den begrenzten klinischen Nutzen abgewogen werden muss.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass der Nutzen inhalativer Kortikosteroide bei Kleinkindern mit milder bronchialer Obstruktion begrenzt ist und gegen das Risiko einer Wachstumsverzögerung abgewogen werden muss. Da viele Kinder bis zum Schulalter beschwerdefrei werden, wird eine strenge Indikationsstellung für die medikamentöse Dauertherapie nahegelegt.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist die Datenlage für die meisten Medikamente bei Kindern unter 5 Jahren unzureichend. Lediglich für inhalative Kortikosteroide (Fluticason) und eingeschränkt für Montelukast konnte ein symptomlindernder Effekt nachgewiesen werden.

Der Bericht bestätigt, dass die Dauertherapie mit Fluticasonpropionat über zwei Jahre zu einer Verminderung des Längenwachstums um durchschnittlich 1,1 cm führt. Andere schwere unerwünschte Wirkungen wurden in den Studien nicht beobachtet.

Der Bericht weist darauf hin, dass Montelukast in den untersuchten Studien nicht gemäß der deutschen Zulassung eingesetzt wurde. Daher lässt sich aus den Daten keine sichere Aussage für den regulären Einsatz in Deutschland ableiten.

Nein, viele betroffene Kinder sind im Schulalter wieder beschwerdefrei und entwickeln kein Asthma bronchiale. Der Bericht stellt fest, dass unklar bleibt, ob diese Kinder von einer frühen medikamentösen Therapie profitieren oder eher Schaden nehmen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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