Asthma Diagnostik und Therapie: NVL S3-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: NVL|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Asthma definiert Asthma als eine heterogene Erkrankung, die durch eine chronische Entzündung der Atemwege charakterisiert ist. Typische Symptome umfassen zeitlich variierende Atemnot, Giemen, Brustenge und Husten sowie eine bronchiale Hyperreagibilität.

Es werden verschiedene Phänotypen unterschieden, darunter das allergische und das nicht-allergische Asthma. In den letzten Jahren wurde diese Einteilung um weitere Phänotypen wie das eosinophile Asthma oder das cough-variant-Asthma ergänzt.

Ein zentrales Konzept der Leitlinie ist die Beurteilung der Asthmakontrolle, welche die Grundlage für Therapieanpassungen bildet. Dabei wird zwischen kontrolliertem, teilweise kontrolliertem und unkontrolliertem Asthma unterschieden.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass ein häufiger Gebrauch von kurzwirkenden Beta-2-Sympathomimetika (SABA) als Bedarfsmedikation ein Warnsignal für eine unzureichende Asthmakontrolle darstellt. Es wird darauf hingewiesen, dass bei einer SABA-Anwendung von mehr als zweimal wöchentlich eine antientzündliche Langzeittherapie mit inhalativen Corticosteroiden initiiert oder intensiviert werden sollte, um das Risiko schwerer Exazerbationen zu senken.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie liegt ein schweres Asthma vor, wenn trotz optimaler Adhärenz und hochdosierter ICS-Therapie plus einem weiteren Langzeitmedikament über 3 bis 6 Monate keine Asthmakontrolle erreicht wird. Zudem zählen häufige oder schwere Exazerbationen zu den Kriterien.

Die Leitlinie empfiehlt einen Therapieversuch mit monoklonalen Antikörpern in Stufe 5, wenn unter einer dreimonatigen maximalen inhalativen Kombinationstherapie (ICS hochdosiert, LABA und LAMA) keine ausreichende Asthmakontrolle erreicht wird. Die Auswahl des Biologikums richtet sich nach dem Phänotyp (z. B. eosinophiles oder allergisches Asthma).

Für Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren empfiehlt die Leitlinie bevorzugt Treibgasdosieraerosole in Kombination mit einem Spacer. Die Umstellung von einer Gesichtsmaske auf ein Mundstück sollte zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen.

Es wird empfohlen, Parameter wie Tag- und Nachtsymptome, Häufigkeit der Bedarfsmedikation, Aktivitätseinschränkungen sowie die Lungenfunktion regelmäßig zu erheben. Instrumente wie der Asthma Control Test (ACT) können laut Leitlinie unterstützend eingesetzt werden.

Die Leitlinie betont, dass eine gute Asthmakontrolle in der Schwangerschaft essenziell ist und die medikamentöse Therapie fortgeführt werden soll. Das Risiko eines unkontrollierten Asthmas für das ungeborene Kind wird als höher eingeschätzt als mögliche Nebenwirkungen der Medikamente.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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