Montelukast bei Asthma bronchiale: IQWiG-Bericht
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A05-14 untersucht den Nutzen von Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten, spezifisch Montelukast, bei Patienten mit Asthma bronchiale. Die Auswertung fokussiert sich auf leichtes bis mittelgradiges chronisches Asthma sowie Belastungsasthma.
Asthma bronchiale ist durch eine chronische Atemwegsentzündung gekennzeichnet, bei der Leukotriene eine Schlüsselrolle spielen. Montelukast wirkt als Antagonist an diesen Rezeptoren und stellt eine etablierte Therapieoption dar.
Die Bewertung vergleicht Montelukast als additive Therapie zu inhalativen Kortikosteroiden (ICS) mit einer reinen ICS-Monotherapie oder anderen Kombinationen. Zudem wird die Monotherapie bei Belastungsasthma analysiert.
Empfehlungen
Der IQWiG-Bericht formuliert folgende Kernaussagen zur Therapie mit Montelukast:
Montelukast additiv zu ICS vs. ICS-Monotherapie
Laut Bericht zeigt die Kombination aus Montelukast und ICS bei Jugendlichen und Erwachsenen mit leichtem bis mittelschwerem Asthma Vorteile gegenüber einer ICS-Monotherapie. Der Nutzen ist für eine Kurzzeitbehandlung von bis zu 16 Wochen belegt.
Die Auswertung belegt für die Kombinationstherapie:
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Eine bessere Kontrolle der Asthmasymptomatik am Tag und in der Nacht
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Eine höhere Rate an asthmafreien Tagen
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Einen geringeren Anteil an Tagen mit Exazerbationen
Montelukast vs. Salmeterol
Ein Zusatznutzen von Montelukast im Vergleich zu Salmeterol (jeweils additiv zu ICS) ist laut Bericht nicht belegt. Die Kombinationstherapie mit Salmeterol zeigte bezüglich der Wirksamkeit und Symptomkontrolle meist Vorteile gegenüber Montelukast.
| Therapieoption | Symptomkontrolle | Exazerbationsrisiko | Unerwünschte Ereignisse |
|---|---|---|---|
| Salmeterol + ICS | Überlegen | Geringer | Möglicherweise leicht erhöht (Langzeit) |
| Montelukast + ICS | Unterlegen | Höher | Vergleichbar mit ICS-Monotherapie |
Belastungsasthma
Für die Monotherapie mit Montelukast bei Belastungsasthma gibt es bei Jugendlichen und Erwachsenen Hinweise auf einen Nutzen. Die Gesamtrate unerwünschter Ereignisse war in den untersuchten Studien mit einer Placebobehandlung vergleichbar.
Anwendung bei Kindern
Für Kinder mit leichtem bis mittelschwerem chronischen Asthma ist der Nutzen einer Kombinationstherapie aus Montelukast und ICS nicht belegt. Auch für die Monotherapie bei kindlichem Belastungsasthma reicht die Datenlage laut Bericht nicht aus, um einen Nutzen zu belegen.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass eine additive Therapie mit Salmeterol der Gabe von Montelukast hinsichtlich der Wirksamkeit meist überlegen ist. Es wird jedoch angemerkt, dass unter Salmeterol in Langzeitstudien möglicherweise vermehrt schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auftreten können. Bei Kindern ist der Nutzen von Montelukast aufgrund unzureichender Datenlage generell nicht belegt.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht bietet die Kombination aus Montelukast und ICS bei unzureichend kontrolliertem Asthma Vorteile gegenüber einer reinen ICS-Monotherapie. Es zeigen sich mehr asthmafreie Tage und weniger Exazerbationen.
Der Bericht stellt fest, dass Salmeterol bezüglich der Symptomkontrolle und Exazerbationsvermeidung wirksamer ist als Montelukast. Ein Zusatznutzen von Montelukast gegenüber Salmeterol ist nicht belegt.
Für Jugendliche und Erwachsene gibt es laut Auswertung Hinweise auf einen Nutzen der Montelukast-Monotherapie bei Belastungsasthma. Für Kinder ist dieser Nutzen mangels Daten nicht belegt.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass der Nutzen von Montelukast bei Kindern mit chronischem Asthma oder Belastungsasthma aufgrund einer unzureichenden Studienlage nicht belegt ist.
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Quelle: IQWiG A05-14: Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Asthma bronchiale (IQWiG, 2007). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.