IQWiG2023Kardiologie

Herzschrittmacher & ICD: Indikation zur Implantation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG Rapid Report P21-01 liefert evidenzbasierte Entscheidungshilfen zur Implantation von Defibrillatoren (ICD) und Herzschrittmachern. Ziel ist die Unterstützung des Shared Decision Making im Rahmen des ärztlichen Zweitmeinungsverfahrens.

Die Dokumente adressieren Patientengruppen mit bradykarden Herzrhythmusstörungen, wie dem AV-Block, sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für Kammertachykardien. Es werden verschiedene Behandlungsoptionen und deren Vor- und Nachteile gegenübergestellt.

Die Erstellung erfolgte auf Basis systematischer Literaturrecherchen und orientiert sich an den International Patient Decision Aid Standards (IPDAS). Dabei wird auf direktive Empfehlungen verzichtet, um eine neutrale Aufklärung zu gewährleisten.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass bei leichten Formen des AV-Blocks (Grad 1 oder Grad 2 Typ 1) sowie beim Sick-Sinus-Syndrom ohne begleitende Symptome auf eine Schrittmacher-Implantation verzichtet werden kann. Es wird zudem hervorgehoben, dass potenziell behebbare Ursachen, wie die Einnahme herzfrequenzsenkender Medikamente, vor einer operativen Entscheidung ausgeschlossen werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein Schrittmacher bei einem schweren AV-Block (Grad 3) oder Grad 2 Typ 2 unabhängig von Symptomen angezeigt. Bei leichteren Formen wird die Implantation nur bei eindeutigen Beschwerden wie Ohnmachtsanfällen beschrieben.

Das Dokument nennt schmerzhafte Stromstöße, Infektionen, Wundheilungsstörungen und Sondenprobleme als mögliche Risiken. Die allgemeine Komplikationsrate wird mit etwa 3 von 100 Personen angegeben.

Die Katheterablation wird im Bericht als mögliche Alternative beschrieben, wenn das Herz abseits der Rhythmusstörung gesund und kräftig ist. Häufiger wird sie jedoch ergänzend eingesetzt, um wiederholte ICD-Schocks bei vernarbtem Herzgewebe zu reduzieren.

Zur medikamentösen Vorbeugung werden primär Betablocker aufgeführt, da diese herzkranke Menschen nachweislich schützen. Als Alternative wird Amiodaron genannt, welches jedoch mit mehr Nebenwirkungen verbunden ist.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG P21-01: Entscheidungshilfe Defibrillatoren und Herzschrittmacher (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.