IQWiG2025Kardiologie

Interatrialer Shunt bei HFrEF: Indikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG Rapid Report N24-04 untersucht den Nutzen und Schaden eines perkutan implantierten interatrialen Shunts bei symptomatischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF, LVEF < 40 %). Die Bewertung erfolgte im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Grundlage der Auswertung ist die randomisierte, kontrollierte Studie RELIEVE-HF. In dieser wurde die Shunt-Implantation zusätzlich zur medikamentösen Standardtherapie mit einer alleinigen medikamentösen Behandlung (inklusive Schein-Eingriff) verglichen.

Ziel der Untersuchung war es festzustellen, ob die Methode bei Personen, die trotz leitliniengerechter Therapie symptomatisch bleiben, einen patientenrelevanten Vorteil bietet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist explizit darauf hin, dass die in der Studie verwendete Begleittherapie mit Clopidogrel nach einer interatrialen Shunt-Implantation einen Off-Label-Use darstellt. Zudem wird betont, dass eine fundierte Nutzen-Schaden-Abwägung in der Praxis derzeit nicht möglich ist, da wesentliche Daten zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUEs) in den Publikationen fehlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist der Nutzen derzeit nicht belegt. Aufgrund unvollständiger Daten zu Hospitalisierungen und Komplikationen bleiben Nutzen und Schaden der Methode unklar.

Die ausgewerteten Studiendaten zeigen keinen statistisch signifikanten Unterschied in der Gesamtmortalität oder der kardiovaskulären Mortalität. Der Bericht stellt keinen Anhaltspunkt für einen Überlebensvorteil fest.

In der untersuchten Studie erhielten die Behandelten für sechs Monate 75 bis 100 mg Acetylsalicylsäure sowie 75 mg Clopidogrel täglich. Der IQWiG-Bericht merkt an, dass die Gabe von Clopidogrel in dieser Indikation zulassungsüberschreitend (Off-Label) erfolgt.

Gemäß den Studienkriterien gelten unter anderem ein intrakardialer Thrombus, eine signifikante rechtsventrikuläre Dysfunktion sowie unbehandelte schwere Klappenstenosen als Ausschlusskriterien. Auch anatomische Anomalien, die eine Punktion des Septums verhindern, sprechen gegen den Eingriff.

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Quelle: IQWiG N24-04: Perkutan implantierter interatrialer Shunt zur Behandlung der Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (LVEF < 40 %) (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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