Arzneimittelstudien: Relevanz von Embase und MEDLINE
Hintergrund
Für die Erstellung systematischer Übersichten zu medizinischen Interventionen ist die Literaturrecherche in bibliografischen Datenbanken essenziell. Dabei stellt sich häufig die Frage, wie viele und welche Datenbanken durchsucht werden müssen, um alle relevanten Daten zu erfassen.
MEDLINE nimmt bei der Recherche eine zentrale Rolle ein, da es eine hohe Abdeckung und präzise Suchfilter bietet. Die Datenbank Embase wird in methodischen Leitlinien oft nur als optionale Ergänzung genannt, ist jedoch mit hohen Lizenzkosten und oft wenig präzisen Suchergebnissen verbunden.
Das IQWiG-Arbeitspapier GA24-04 untersucht daher, ob eine zusätzliche Suche in Embase bei der frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln einen relevanten Mehrwert bietet. Hierfür wurden Daten aus Herstellerdossiers und eigenen Berichten retrospektiv analysiert.
💡Praxis-Tipp
Für die systematische Literaturrecherche zu Arzneimittelstudien wird ein Fokus auf MEDLINE, CENTRAL sowie klinische Studienregister als ausreichend erachtet. Das IQWiG betont, dass Zeitschriftenartikel im Bereich pharmakologischer Interventionen häufig nicht mehr die primäre Quelle für Studienergebnisse darstellen, weshalb Registerdaten und Studienberichte an Bedeutung gewinnen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Auswertung ist eine Kombination aus MEDLINE und CENTRAL in der Regel ausreichend, um relevante Zeitschriftenartikel zu identifizieren. Ergänzend wird die Suche in klinischen Studienregistern als essenziell eingestuft.
Die Analyse zeigte, dass fast alle relevanten Studien bereits in MEDLINE oder CENTRAL indexiert sind. Die wenigen exklusiv in Embase gefundenen Artikel boten keinen entscheidungsrelevanten Mehrwert für die Nutzenbewertung.
Das Arbeitspapier verweist auf klinische Studienregister und direkte Herstelleranfragen als primäre Quellen. Seit 2007 besteht für viele Studien eine gesetzliche Registrierungspflicht, wodurch Register oft detailliertere Informationen liefern als Fachartikel.
Das IQWiG verzichtet in der Regel seit 2017 auf eine systematische Suche nach Kongressbeiträgen. Es wird angemerkt, dass diese meist zu wenig methodische Details und Ergebnisse für eine fundierte Bewertung beinhalten.
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Quelle: IQWiG GA24-04: Evaluation zur Relevanz von Embase für die Suche nach Arzneimittelstudien (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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