In-toto-Thrombektomie bei LAE: Indikation und Therapie
Hintergrund
Der IQWiG Rapid Report N25-02 untersucht den Nutzen der In-toto-Thrombektomie mittels Retriever- oder Aspirationssystemen bei akuter Lungenarterienembolie (LAE). Die Bewertung fokussiert sich auf Patientinnen und Patienten, für die eine systemische Thrombolyse nicht infrage kommt und eine interventionelle Behandlung indiziert ist.
Zuvor hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) festgestellt, dass für diese Methode weder Nutzen noch Schädlichkeit belegt sind. Die Entscheidung über eine Erprobungs-Richtlinie wurde jedoch ausgesetzt, um die Ergebnisse der laufenden PEERLESS-Studie abzuwarten.
Nach Veröffentlichung der PEERLESS-Daten wurde das IQWiG beauftragt, diese in den deutschen Versorgungskontext einzuordnen. Ziel war es zu prüfen, ob sich daraus ein Beleg für den Nutzen oder Schaden der Methode ableiten lässt.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht verdeutlicht, dass Studienergebnisse zu kathetergestützten Verfahren bei Lungenarterienembolien stets kritisch auf die eingeschlossene Risikopopulation geprüft werden müssen. Die Übertragung von Daten hämodynamisch stabiler Kohorten auf instabile Personen mit Kontraindikationen für eine Thrombolyse ist methodisch nicht zulässig.
Häufig gestellte Fragen
Die Bewertung bezieht sich auf Personen mit akuter Lungenarterienembolie, bei denen eine interventionelle Behandlung indiziert ist. Voraussetzung ist zudem, dass eine systemische Thrombolyse kontraindiziert ist oder voraussichtlich erfolglos wäre.
Laut Bericht untersuchte die PEERLESS-Studie vorwiegend hämodynamisch stabile Personen, für die leitliniengerecht primär eine Antikoagulation indiziert gewesen wäre. Die bewertungsrelevante Hochrisikopopulation war in der Studie nicht ausreichend abgebildet.
Der Bericht erwähnt laufende Studien wie PERSEVERE, die Hochrisikopopulationen einschließen. Diese vergleichen die In-toto-Thrombektomie jedoch primär mit der systemischen Thrombolyse als aktuellem Versorgungsstandard.
Die Einstufung erfolgt anhand klinischer Parameter wie Schock oder Hypotension, dem Nachweis einer rechtsventrikulären Dysfunktion und erhöhten kardialen Biomarkern. Ein hohes Risiko liegt vor, wenn eine hämodynamische Instabilität besteht.
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Quelle: IQWiG N25-02: In-toto-Thrombektomie mittels Retriever-/ Aspirationssystem bei akuter Lungenarterienembolie (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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