IQWiG2025Kardiologie

CRP-Apherese bei Herzinfarkt: IQWiG-Addendum

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit einer ergänzenden Bewertung. Es sollte das Potenzial der C-reaktives-Protein(CRP)-Apherese bei einem akuten Herzvorderwandinfarkt überprüft werden.

Diese Untersuchung stellt ein Addendum zum vorherigen Projekt E22-11 dar. Ziel war es festzustellen, ob neue relevante Studien existieren, die den Nutzen der Methode belegen oder die bisherige Einschätzung infrage stellen.

Die CRP-Apherese wird als zusätzliche therapeutische Maßnahme im Anschluss an eine perkutane Koronarintervention (PCI) evaluiert. Sie richtet sich an Personen mit systemisch stark erhöhten CRP-Plasmaspiegeln nach einem Infarkt.

Empfehlungen

Die Methodik und Ergebnisse des Berichts umfassen folgende Kernpunkte:

Einschlusskriterien der Untersuchung

Der Bericht definiert strikte Kriterien für die Suche nach neuen randomisierten kontrollierten Studien (RCTs). Die untersuchte Population umfasst Personen mit akutem Vorderwandhebungsinfarkt (LAD-STEMI).

Voraussetzung für die Anwendung der Methode ist eine bereits erfolgreich durchgeführte perkutane Koronarintervention (PCI) mit Stent-Implantation. Zudem müssen systemisch stärker erhöhte CRP-Plasmaspiegel vorliegen.

Als patientenrelevante Endpunkte für die Bewertung wurden definiert:

  • Mortalität und Morbidität

  • Herzinsuffizienzbedingte Hospitalisierung

  • Erneuter, nicht tödlicher Myokardinfarkt

  • Gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen

Ergebnisse der Literaturrecherche

Die systematische Suche in bibliografischen Datenbanken und Studienregistern lieferte keine neuen Treffer. Es wurden weder zusätzlich abgeschlossene noch laufende Studien identifiziert.

Fazit zum Potenzial der Methode

Es wird geschlussfolgert, dass die CRP-Apherese bei akutem Herzvorderwandinfarkt weiterhin Potenzial besitzt.

Es liegen aktuell keine weiteren Studien vor, die in naher Zukunft den Nachweis eines Nutzens liefern könnten. Die ursprüngliche Potenzialbewertung behält somit ihre Gültigkeit.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht bestätigt das theoretische Potenzial der CRP-Apherese beim akuten Vorderwandinfarkt nach erfolgreicher PCI. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass aktuell keine neuen randomisierten kontrollierten Studien vorliegen. Ein patientenrelevanter Nutzen, wie eine reduzierte Mortalität oder Morbidität, ist durch diese Untersuchung somit nicht neu belegt worden.

Häufig gestellte Fragen

Ja, der Bericht bestätigt, dass die CRP-Apherese bei einem akuten Herzvorderwandinfarkt weiterhin als Methode mit Potenzial eingestuft wird. Diese Einschätzung basiert auf der vorherigen Potenzialbewertung E22-11.

Die Methode wird bei Personen mit einem akuten Vorderwandhebungsinfarkt (LAD-STEMI) evaluiert. Voraussetzung ist eine erfolgreiche PCI mit Stent-Implantation und ein systemisch stark erhöhter CRP-Spiegel.

Die systematische Literaturrecherche bis April 2023 ergab keine neuen abgeschlossenen oder laufenden randomisierten kontrollierten Studien. Es liegen somit keine neuen Daten zu patientenrelevanten Endpunkten vor.

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Quelle: IQWiG E23-05: CRP-Apherese bei akutem Herzvorderwandinfarkt – Addendum zum Projekt E22-11 (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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