CRP-Apherese bei Herzvorderwandinfarkt: Evidenzlage
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit einer ergänzenden Bewertung. Es sollte das Potenzial der C-reaktives-Protein(CRP)-Apherese bei einem akuten Herzvorderwandinfarkt überprüft werden.
Diese Untersuchung stellt ein Addendum zum vorherigen Projekt E22-11 dar. Ziel war es festzustellen, ob neue relevante Studien existieren, die den Nutzen der Methode belegen oder die bisherige Einschätzung infrage stellen.
Die CRP-Apherese wird als zusätzliche therapeutische Maßnahme im Anschluss an eine perkutane Koronarintervention (PCI) evaluiert. Sie richtet sich an Personen mit systemisch stark erhöhten CRP-Plasmaspiegeln nach einem Infarkt.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht bestätigt das theoretische Potenzial der CRP-Apherese beim akuten Vorderwandinfarkt nach erfolgreicher PCI. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass aktuell keine neuen randomisierten kontrollierten Studien vorliegen. Ein patientenrelevanter Nutzen, wie eine reduzierte Mortalität oder Morbidität, ist durch diese Untersuchung somit nicht neu belegt worden.
Häufig gestellte Fragen
Ja, der Bericht bestätigt, dass die CRP-Apherese bei einem akuten Herzvorderwandinfarkt weiterhin als Methode mit Potenzial eingestuft wird. Diese Einschätzung basiert auf der vorherigen Potenzialbewertung E22-11.
Die Methode wird bei Personen mit einem akuten Vorderwandhebungsinfarkt (LAD-STEMI) evaluiert. Voraussetzung ist eine erfolgreiche PCI mit Stent-Implantation und ein systemisch stark erhöhter CRP-Spiegel.
Die systematische Literaturrecherche bis April 2023 ergab keine neuen abgeschlossenen oder laufenden randomisierten kontrollierten Studien. Es liegen somit keine neuen Daten zu patientenrelevanten Endpunkten vor.
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Quelle: IQWiG E23-05: CRP-Apherese bei akutem Herzvorderwandinfarkt – Addendum zum Projekt E22-11 (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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