Dysphagie bei Kopf-Hals-Tumor: Diagnostik und Therapie
Hintergrund
Der vorliegende Evidenzbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) dient der Unterstützung der interdisziplinären S3-Leitlinie zur oropharyngealen Dysphagie. Diese Schluckstörungen treten häufig infolge einer Kopf-Hals-Tumor-Erkrankung auf.
Ziel des Berichts ist die systematische Aufarbeitung der Evidenz zur Diagnostik von Schluckstörungen. Konkret wird der Zusatznutzen einer subjektiven Selbstevaluation durch die betroffenen Personen untersucht.
Dabei wird die Selbsteinschätzung mittels standardisierter Fragebögen in Kombination mit einer instrumentellen Diagnostik bewertet. Als Vergleich dient die alleinige instrumentelle Untersuchung.
💡Praxis-Tipp
Der Evidenzbericht zeigt, dass es aktuell keine belastbare Studienlage zum systematischen Zusatznutzen von Dysphagie-Fragebögen in Kombination mit FEES oder VFSS bei Kopf-Hals-Tumoren gibt. In der klinischen Praxis stützt sich die objektive Beurteilung der oropharyngealen Dysphagie daher primär auf die etablierte instrumentelle Diagnostik.
Häufig gestellte Fragen
Der Evidenzbericht fokussiert sich auf die fiberoptisch endoskopische Evaluation des Schluckvorganges (FEES) sowie die videofluoroskopische Schluckuntersuchung (VFSS). Diese gelten als Standardverfahren zur objektiven Beurteilung.
Es wurde nach Studien gesucht, die Instrumente wie den EAT-10, DHI, MDADI, SSQ oder den SWALQoL verwenden. Diese dienen der subjektiven Selbsteinschätzung des Schluckvermögens.
Laut dem IQWiG-Bericht gibt es hierfür aktuell eine unzureichende Evidenzlage. Es konnten keine relevanten vergleichenden Studien identifiziert werden, die einen Zusatznutzen zur alleinigen instrumentellen Diagnostik belegen.
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Quelle: IQWiG V21-10: Evidenzrecherche zur S3-Leitlinie Oropharyngeale Dysphagie infolge einer Kopf-Hals-Tumor-Erkrankung – Diagnostik und Therapie (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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