Mirikizumab bei Morbus Crohn: Dosierung und Indikation
Hintergrund
Der aktuelle IQWiG-Bericht (A25-42) bewertet den Zusatznutzen von Mirikizumab bei erwachsenen Personen mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn. Die Bewertung bezieht sich auf Fälle mit unzureichendem Ansprechen oder Unverträglichkeit gegenüber Vortherapien.
Die Zielpopulation wird in zwei Gruppen unterteilt. Fragestellung 1 umfasst Personen nach Versagen einer konventionellen Therapie, während Fragestellung 2 Personen nach Versagen eines Biologikums betrachtet.
Als Datengrundlage für beide Fragestellungen dient die randomisierte, kontrollierte Studie VIVID-1. In dieser wurde Mirikizumab über 52 Wochen direkt mit Ustekinumab verglichen.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass vor Beginn der Therapie mit Mirikizumab der Abschluss aller Impfungen gemäß den aktuellen Empfehlungen in Erwägung gezogen werden sollte. Die Anwendung von Lebendimpfstoffen unter der Therapie wird nicht empfohlen, da keine Daten zum Impfansprechen vorliegen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bewertung ist für Mirikizumab bei Morbus Crohn aktuell kein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Ustekinumab) belegt. Dies gilt sowohl nach Versagen einer konventionellen Therapie als auch nach Versagen eines Biologikums.
Die Induktionstherapie erfolgt mit 900 mg intravenös in den Wochen 0, 4 und 8. Danach wird die Behandlung als Erhaltungstherapie mit 300 mg subkutan alle 4 Wochen fortgesetzt.
Es wird empfohlen, ein Absetzen der Behandlung zu erwägen, wenn bis Woche 24 keine Anzeichen eines therapeutischen Nutzens erkennbar sind.
Vor Behandlungsbeginn wird ein Screening auf eine Tuberkulose-Infektion empfohlen. Zudem sollten Leberenzyme und Bilirubin zu Beginn und während der Induktionsphase monatlich kontrolliert werden.
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Quelle: IQWiG A25-42 : Mirikizumab (Morbus Crohn) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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