Insulin icodec (T1D): Zusatznutzen & Hypoglykämierisiko
Hintergrund
Die IQWiG-Dossierbewertung A24-90 untersucht den Zusatznutzen von Insulin icodec bei erwachsenen Personen mit Diabetes mellitus Typ 1. Insulin icodec ist ein einmal wöchentlich zu verabreichendes Basalinsulin.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde die intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT) mit Humaninsulin oder Insulinanaloga festgelegt. In der Bewertung wird Insulin icodec mit Insulin degludec verglichen, jeweils in Kombination mit dem Bolusinsulin Insulin aspart.
Die Bewertung basiert maßgeblich auf der randomisierten, offenen Phase-3a-Studie ONWARDS 6. Diese verglich die beiden Therapieregime über einen Zeitraum von 52 Wochen.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt der Bewertung ist das erhöhte Risiko für schwerwiegende Hypoglykämien unter Insulin icodec bei Typ-1-Diabetes. Es wird betont, dass die länger anhaltende Wirkung des wöchentlichen Insulins die Erholung von einer Hypoglykämie verzögern kann. Bei entsprechenden Episoden ist daher eine engmaschige Blutzuckerkontrolle bis zur vollständigen Erholung indiziert.
Häufig gestellte Fragen
Laut der IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen von Insulin icodec gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes nicht belegt.
Die Studiendaten zeigen einen Anhaltspunkt für einen höheren Schaden durch schwerwiegende Hypoglykämien im Vergleich zu Insulin degludec. Die EMA hat diesbezüglich einen Warnhinweis in die Fachinformation aufgenommen.
Das Präparat wird einmal wöchentlich subkutan injiziert. Es muss bei Typ-1-Diabetes zwingend mit einem kurzwirksamen Bolusinsulin zu den Mahlzeiten kombiniert werden.
Gemäß den im Bericht zitierten Vorgaben darf Insulin icodec als langwirksames Insulinanalogon nicht in Insulinpumpen eingesetzt werden.
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Quelle: IQWiG A24-90: Insulin icodec (Diabetes mellitus Typ 1) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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