Colitis ulcerosa: Risankizumab Therapie & Indikation
Hintergrund
Die vorliegende Dossierbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht den monoklonalen Antikörper Risankizumab. Das Anwendungsgebiet umfasst die Behandlung der Colitis ulcerosa, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.
Der Bericht fokussiert sich auf erwachsene Patientinnen und Patienten mit einer mittelschweren bis schweren aktiven Erkrankung. Voraussetzung für die Anwendung ist ein unzureichendes Ansprechen, ein Wirkverlust oder eine Unverträglichkeit gegenüber einer konventionellen Therapie oder einer Biologikatherapie.
Ziel der Bewertung ist die Ermittlung eines möglichen Zusatznutzens von Risankizumab. Dieser wird der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie gegenübergestellt.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass vor dem Beginn einer Therapie mit Risankizumab zwingend ein Screening auf Tuberkulose erfolgen muss. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Patienten, die nach 24 Wochen Behandlung keine klinische Besserung der Colitis ulcerosa zeigen, ein Therapieabbruch evaluiert werden sollte. Zudem wird betont, dass aufgrund fehlender Head-to-Head-Studien aktuell kein belegter Zusatznutzen gegenüber etablierten Biologika oder JAK-Inhibitoren besteht.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Risankizumab bei Colitis ulcerosa aktuell nicht belegt. Dies liegt daran, dass keine Studien vorliegen, die das Medikament direkt mit der vom G-BA festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie vergleichen.
Die Induktionstherapie erfolgt laut Fachinformation mit 1200 mg intravenös in den Wochen 0, 4 und 8. Die anschließende Erhaltungstherapie wird ab Woche 12 subkutan verabreicht und beträgt je nach individuellem Ansprechen alle 8 Wochen 180 mg oder 360 mg.
Es wird darauf hingewiesen, dass ein Absetzen der Medikation erwogen werden sollte, wenn Patienten nach 24 Wochen keine Anzeichen eines therapeutischen Nutzens zeigen.
Der Bericht betont, dass vor Behandlungsbeginn eine Untersuchung auf eine Tuberkulose-Infektion zwingend erforderlich ist. Bei einer klinisch relevanten aktiven Infektion darf die Therapie nicht eingeleitet werden.
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Quelle: IQWiG A24-84: Risankizumab (Colitis ulcerosa) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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