IQWiG2018Infektiologie

Tofacitinib bei Colitis ulcerosa: Therapie & Dosierung

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A18-52 bewertet den Zusatznutzen von Tofacitinib bei erwachsenen Personen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa. Dies betrifft Fälle, bei denen eine konventionelle Therapie oder ein Biologikum unzureichend gewirkt hat, nicht mehr wirkt oder nicht vertragen wurde.

Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die mit einem hohen therapeutischen Bedarf einhergeht. Ziele der Behandlung sind unter anderem die steroidfreie Induktion einer Remission, der Remissionserhalt sowie die Mukosaheilung.

Tofacitinib stellt mit seinem neuartigen Wirkmechanismus eine weitere medikamentöse Option dar. Die Bewertung vergleicht den Wirkstoff mit etablierten Therapien wie TNF-alpha-Inhibitoren oder Integrin-Inhibitoren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt für den klinischen Alltag ist, dass für Tofacitinib bei Colitis ulcerosa laut IQWiG-Bewertung kein belegter Zusatznutzen gegenüber etablierten Biologika besteht. Zudem wird vor Behandlungsbeginn eine strikte Kontrolle des Blutbildes empfohlen, da die Therapie bei einer absoluten Lymphozytenzahl unter 750 Zellen/mm³ oder einem Hämoglobinwert unter 9 g/dl nicht eingeleitet werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Tofacitinib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Es wurden keine verwertbaren Daten für einen direkten oder indirekten Vergleich vorgelegt.

Die Einleitungstherapie erfolgt in der Regel mit 10 mg zweimal täglich über 8 Wochen. Für die Erhaltungstherapie wird eine Dosis von 5 mg zweimal täglich empfohlen.

Die Bewertung definiert in diesem Fall TNF-alpha-Inhibitoren als Vergleichstherapie. Dazu zählen die Wirkstoffe Adalimumab, Golimumab oder Infliximab.

Bei einer leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Liegt eine schwere Nierenfunktionsstörung vor, wird eine Reduktion der Dosis auf die Hälfte empfohlen.

Es wird empfohlen, die Behandlung bei Auftreten einer schwerwiegenden Infektion zu unterbrechen, bis diese unter Kontrolle ist. Auch bei dosisbezogenen anomalen Laborbefunden wie einer schweren Lymphopenie oder Anämie kann ein Abbruch erforderlich sein.

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Quelle: IQWiG A18-52: Tofacitinib (Colitis) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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