IQWiG2024Onkologie

Entrectinib (NTRK): Dosierung und Therapie bei Kindern

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der IQWiG-Dossierbewertung A24-78. Der Bericht evaluiert den Zusatznutzen des Wirkstoffs Entrectinib bei pädiatrischen Patientinnen und Patienten im Alter von über 1 Monat bis unter 12 Jahren.

Die Indikation umfasst solide Tumoren mit einer nachgewiesenen neurotrophen Tyrosin-Rezeptor-Kinase (NTRK)-Genfusion. Voraussetzung ist eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung oder eine Situation, in der eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt.

Zudem richtet sich die Therapie an Betroffene, die bisher keinen NTRK-Inhibitor erhalten haben und für die keine zufriedenstellenden Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Das IQWiG vergleicht Entrectinib dabei mit der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie, welche unter anderem Larotrectinib oder Best Supportive Care umfasst.

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💡Praxis-Tipp

Ein besonders relevanter Aspekt in der pädiatrischen Anwendung ist das hohe Risiko für Knochenfrakturen unter Entrectinib, welches vor allem Kinder unter 12 Jahren betrifft. Laut Dossier ist bei Symptomen wie Schmerzen, anomaler Gangart oder Mobilitätsveränderungen eine umgehende Untersuchung angezeigt. Zudem wird ausdrücklich davor gewarnt, das filmüberzogene Granulat über enterale Sonden zu verabreichen, da dies zu Verstopfungen der Sonde führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Dokument beträgt die Dosis für Säuglinge zwischen 1 und 6 Monaten 250 mg/m² Körperoberfläche einmal täglich. Die Verabreichung erfolgt zwingend als oral zubereitete Suspension.

Es wird davor gewarnt, das filmüberzogene Granulat über eine enterale Sonde zu verabreichen, da die Gefahr einer Verstopfung besteht. Für Sonden sollte stattdessen eine aus den Kapseln hergestellte Suspension verwendet werden.

Vor Therapiebeginn muss eine NTRK-Genfusion durch einen validierten Test bestätigt sein. Zudem wird die Kontrolle der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF), ein EKG sowie die Bestimmung der Elektrolyte und Harnsäurewerte empfohlen.

Der Zusatznutzen gilt als nicht belegt, da der pharmazeutische Unternehmer keine vergleichenden Studien vorgelegt hat. Die eingereichten einarmigen Studien ließen keinen direkten Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie zu.

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Quelle: IQWiG A24-78: Entrectinib (solide Tumore mit einer neurotrophen Tyrosin-Rezeptor-Kinase [NTRK]-Genfusion, > 1 Monat bis < 12 Jahre) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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