IQWiG2024Onkologie

Quizartinib bei AML: Indikation und Zusatznutzen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht aus dem Jahr 2024 bewertet den Zusatznutzen von Quizartinib bei erwachsenen Patientinnen und Patienten. Es geht um die Behandlung der neu diagnostizierten akuten myeloischen Leukämie (AML), die FLT3-ITD-positiv ist.

Der Wirkstoff wird in Kombination mit einer Standard-Induktions- und Konsolidierungschemotherapie eingesetzt. Daran schließt sich eine Erhaltungstherapie mit Quizartinib als Monotherapie an.

Das Institut vergleicht die vom pharmazeutischen Unternehmer eingereichten Daten mit der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie. Diese sieht unter anderem den Einsatz von Midostaurin vor.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt bei der Anwendung von Quizartinib ist das strikte EKG-Monitoring aufgrund des Risikos für QT-Verlängerungen und Torsade de Pointes. Es wird darauf hingewiesen, dass die Erhaltungsdosis nach zwei Wochen nur dann von 26,5 mg auf 53 mg erhöht werden darf, wenn das korrigierte QT-Intervall (QTcF) 450 ms nicht überschreitet. Zudem erfordert die gleichzeitige Gabe starker CYP3A4-Inhibitoren zwingend eine Dosisreduktion.

Häufig gestellte Fragen

Der Wirkstoff wird bei erwachsenen Personen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) eingesetzt. Voraussetzung ist laut Bericht der Nachweis einer FLT3-ITD-Mutation.

Das Institut bemängelt, dass die eingereichte Zulassungsstudie QuANTUM-First den Wirkstoff nur mit Placebo vergleicht. Die vom G-BA geforderte zweckmäßige Vergleichstherapie, die Midostaurin beinhaltet, wurde nicht umgesetzt.

Die Erhaltungstherapie beginnt mit 26,5 mg einmal täglich. Wenn das QTcF-Intervall nach zwei Wochen bei maximal 450 ms liegt, wird die Dosis auf 53 mg täglich erhöht.

Das Medikament darf bei einem angeborenen Long-QT-Syndrom nicht angewendet werden. Auch bei einem Ausgangs-QTcF-Intervall von über 450 ms darf die Therapie nicht gestartet werden.

Ja, bei gleichzeitiger Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren muss die Dosis reduziert werden. Dies liegt an der erhöhten Bioverfügbarkeit von Quizartinib unter dieser Komedikation.

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Quelle: IQWiG A24-16: Quizartinib (akute myeloische Leukämie) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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