Finerenon bei CKD 3-4/T2D: Indikation und Zusatznutzen
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A23-15 bewertet den Zusatznutzen von Finerenon bei Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) im Stadium 3 und 4. Voraussetzung ist das Vorliegen einer Albuminurie in Verbindung mit einem Diabetes mellitus Typ 2.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine optimierte Standardtherapie zur Behandlung der CKD und des Diabetes mellitus Typ 2 festgelegt. Dabei müssen Grunderkrankungen und häufige Komorbiditäten wie eine arterielle Hypertonie zwingend berücksichtigt werden.
Der pharmazeutische Unternehmer reichte zur Bewertung Daten aus den Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD ein. Die Bewertung kam jedoch zu dem Schluss, dass diese Studien für die Beantwortung der Fragestellung nicht geeignet sind.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt bei der Therapieplanung von Personen mit diabetischer Nephropathie ist die leitliniengerechte Ausschöpfung der Standardtherapie. Der Bericht betont indirekt, dass vor dem Einsatz neuerer Wirkstoffe eine Basistherapie mit SGLT2-Inhibitoren sowie eine strikte Blutdruckeinstellung etabliert sein sollte.
Häufig gestellte Fragen
Der Zusatznutzen gilt laut Bericht als nicht belegt, da in den Zulassungsstudien die zweckmäßige Vergleichstherapie nicht umgesetzt wurde. Insbesondere fehlte der leitliniengerechte Einsatz von SGLT2-Inhibitoren zur Nierenprotektion.
Die Behandlung darf regulär bei einem Serumkaliumwert von bis zu 4,8 mmol/l begonnen werden. Bei Werten über 5,0 mmol/l wird von einem Therapiestart abgeraten.
Bei einer eGFR zwischen 25 und unter 60 ml/min/1,73 m2 beträgt die empfohlene Anfangsdosis 10 mg einmal täglich. Bei einer eGFR unter 25 ml/min/1,73 m2 wird die Einleitung der Therapie nicht empfohlen.
Die gleichzeitige Gabe von starken CYP3A4-Inhibitoren wie Itraconazol oder Clarithromycin ist kontraindiziert. Ebenso wird von der Kombination mit kaliumsparenden Diuretika abgeraten.
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Quelle: IQWiG A23-15: Finerenon (CKD Stadium 3 und 4) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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