IQWiG2022Onkologie

Endometriumkarzinom: Lenvatinib/Pembrolizumab-Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet in diesem Addendum (A22-57) den Zusatznutzen von Lenvatinib in Kombination mit Pembrolizumab. Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Patientinnen mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom.

Voraussetzung für diese Therapie ist ein Fortschreiten der Erkrankung während oder nach einer vorherigen platinbasierten Therapie. Zudem darf eine kurative chirurgische Behandlung oder Bestrahlung nicht mehr infrage kommen.

Die Datengrundlage bildet die randomisierte, offene Phase-3-Studie KEYNOTE 775 / 309. Darin wurde die Kombinationstherapie mit einer Therapie nach ärztlicher Maßgabe (Doxorubicin oder Paclitaxel) verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass unter der Kombination aus Lenvatinib und Pembrolizumab eine deutlich erhöhte Rate an schweren Hypertonien (37,9 %) sowie an Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen auftritt. Es wird indirekt deutlich, dass ein engmaschiges Monitoring von Blutdruck, Leberwerten und Proteinurie im klinischen Alltag essenziell ist. Zudem ist zu beachten, dass die Evidenz auf Patientinnen mit einem guten Allgemeinzustand (ECOG 0-1) beschränkt ist.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG sieht einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen für Patientinnen, für die Doxorubicin oder Paclitaxel die geeignete Vergleichstherapie darstellt. Für andere Patientengruppen ist ein Zusatznutzen laut Bericht nicht belegt.

Eingeschlossen wurden erwachsene Patientinnen mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom nach platinbasierter Vortherapie. Laut IQWiG-Bericht wiesen die Studienteilnehmerinnen einen guten Allgemeinzustand (ECOG 0 oder 1) auf.

Der Bericht verzeichnet signifikant höhere Raten an schwerer Hypertonie, immunvermittelten Ereignissen, Leber- und Gallenerkrankungen sowie Proteinurie. Im Gegensatz dazu traten Alopezie und schwere hämatologische Nebenwirkungen seltener auf als unter Chemotherapie.

Ja, die Auswertung der KEYNOTE-Studie zeigt einen signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben. Die Mortalität wurde im Vergleich zur Chemotherapie nach ärztlicher Maßgabe deutlich reduziert (Hazard Ratio 0,62).

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Quelle: IQWiG A22-57: Lenvatinib (Endometriumkarzinom) – Addendum zum Auftrag A21-162 (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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