Endometriumkarzinom: Pembrolizumab-Zusatznutzen
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Pembrolizumab in Kombination mit Lenvatinib. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Patientinnen mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom.
Voraussetzung für die Behandlung ist ein Fortschreiten der Erkrankung während oder nach einer vorherigen platinbasierten Therapie. Zudem darf eine kurative chirurgische Behandlung oder Bestrahlung nicht mehr infrage kommen.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine Therapie nach ärztlicher Maßgabe festgelegt. In der bewerteten Zulassungsstudie KEYNOTE 775 / 309 bestand diese Vergleichstherapie aus Doxorubicin oder Paclitaxel.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht betont das deutlich erhöhte Risiko für immunvermittelte schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUEs) sowie Hypertonie unter der Kombinationstherapie. Es wird beschrieben, dass eine engmaschige klinische Überwachung essenziell ist, um bei Toxizität rechtzeitig mit Dosisreduktionen von Lenvatinib oder Therapieunterbrechungen reagieren zu können. Dosisreduktionen von Pembrolizumab werden laut Fachinformation hingegen nicht empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Die Zulassung umfasst erwachsene Patientinnen mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom nach vorheriger platinbasierter Therapie. Voraussetzung ist laut Bericht, dass eine kurative chirurgische Behandlung oder Bestrahlung nicht infrage kommt.
Das IQWiG sieht einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. Dies gilt für die Subgruppe, für die Doxorubicin oder Paclitaxel als Vergleichstherapie infrage kommt.
Laut Bewertungsbericht zeigt sich ein höherer Schaden insbesondere bei immunvermittelten Ereignissen, Hypertonie sowie gastrointestinalen und hepatischen Erkrankungen. Ein geringerer Schaden zeigte sich im Vergleich zur Chemotherapie hingegen bei der Alopezie.
Der Bericht verweist auf die Fachinformation, wonach Dosisreduktionen von Pembrolizumab nicht empfohlen werden. Bei Toxizität ist stattdessen eine Therapieunterbrechung oder ein Abbruch vorgesehen, während Lenvatinib schrittweise dosisreduziert werden kann.
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Quelle: IQWiG A21-164: Pembrolizumab (Endometriumkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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