Pembrolizumab (RCC): Therapie bei Rezidivrisiko nach OP
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht (Addendum A22-128) bewertet den Zusatznutzen von Pembrolizumab zur adjuvanten Behandlung des Nierenzellkarzinoms. Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Personen mit erhöhtem Rezidivrisiko nach Nephrektomie oder nach Resektion metastasierter Läsionen.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) das beobachtende Abwarten festgelegt. Die Datengrundlage der Bewertung bildet der zweite Datenschnitt der randomisierten, doppelblinden Studie KEYNOTE-564.
Aufgrund von Unklarheiten bezüglich der eingesetzten Folgetherapien im Vergleichsarm nach Auftreten eines Rezidivs wurden ergänzende Auswertungen angefordert. Diese sollen klären, ob die beobachteten Effekte unter dem aktuellen Therapiestandard Bestand haben.
💡Praxis-Tipp
Bei der Interpretation der Überlebensdaten der KEYNOTE-564-Studie wird darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse zum Gesamtüberleben methodisch eingeschränkt sind. Es wird betont, dass im Kontrollarm bei einem Rezidiv zu selten moderne Checkpoint-Inhibitoren als Folgetherapie eingesetzt wurden, was den Überlebensvorteil von Pembrolizumab in der Studie künstlich vergrößert haben könnte.
Häufig gestellte Fragen
Das IQWiG sieht einen Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen gegenüber dem beobachtenden Abwarten. Dies gilt für die adjuvante Behandlung bei erhöhtem Rezidivrisiko nach Nephrektomie.
Laut Bericht erhielten die Personen im Kontrollarm nach einem Rezidiv zu selten eine Immuncheckpoint-Inhibitor-basierte Therapie. Da dies nicht dem aktuellen Therapiestandard entspricht, lässt sich der wahre Effekt auf das Gesamtüberleben nicht sicher beurteilen.
Bei einem Metastasenstatus M0 wird ein beträchtlicher Zusatznutzen bei der Vermeidung von Rezidiven abgeleitet. Liegt ein M1-Status ohne Anzeichen einer Erkrankung (NED) vor, wird der Zusatznutzen als erheblich eingestuft.
Die Auswertung zeigt vermehrte Therapieabbrüche sowie signifikant mehr schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUEs). Insbesondere immunvermittelte SUEs sowie endokrine und gastrointestinale Erkrankungen traten unter der Therapie häufiger auf.
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Quelle: IQWiG A22-128: Pembrolizumab (Nierenzellkarzinom) - Addendum zum Auftrag A22-71 (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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