IQWiG2022Infektiologie

Doravirin/Lamivudin/Tenofovir: Indikation und Nutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) befasst sich mit der frühen Nutzenbewertung der Wirkstoffkombination Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil (DOR/3TC/TDF).

Die Bewertung bezieht sich auf die Behandlung von Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg, die mit dem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) infiziert sind. Eine Voraussetzung für diese Zielgruppe ist, dass die HI-Viren keine Mutationen aufweisen, die mit einer Resistenz gegen NNRTI, 3TC oder Tenofovir assoziiert sind.

Zudem umfasst das Anwendungsgebiet spezifisch jene Jugendliche, bei denen Toxizitäten aufgetreten sind, welche den Einsatz anderer Behandlungsregime ohne Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF) ausschließen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) legte als zweckmäßige Vergleichstherapie eine patientenindividuelle antiretrovirale Therapie (ART) fest.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut den zitierten Vorgaben zur qualitätsgesicherten Anwendung gibt es eine strikte Regelung bei vergessenen Dosen. Wird das Versäumnis innerhalb von 12 Stunden bemerkt, wird eine sofortige Einnahme empfohlen. Sind bereits mehr als 12 Stunden vergangen, soll die vergessene Dosis nicht nachgeholt, sondern zum nächsten regulären Zeitpunkt eingenommen werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen für diese Patientengruppe nicht belegt. Der pharmazeutische Unternehmer legte keine geeigneten vergleichenden Studiendaten gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie vor.

Die Kombination ist für HIV-1-infizierte Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg zugelassen. Es dürfen keine spezifischen Resistenzen vorliegen und es müssen Toxizitäten aufgetreten sein, die andere Regime ohne TDF ausschließen.

Nein, die gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-Induktoren wie Johanniskraut ist streng kontraindiziert. Dies könnte die Wirksamkeit der antiretroviralen Therapie signifikant verringern.

Der G-BA forderte als Vergleich eine patientenindividuelle antiretrovirale Therapie. Diese muss unter Berücksichtigung der Vortherapien, möglicher Resistenzbildungen und aufgetretener Nebenwirkungen zusammengestellt werden.

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Quelle: IQWiG A22-49: Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil (HIV-Infektion) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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