IQWiG2022Dermatologie

Bimekizumab bei Plaque-Psoriasis: IQWiG-Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG (A22-07) ist ein Addendum zur Nutzenbewertung von Bimekizumab bei Plaque-Psoriasis. Er bewertet nachträglich eingereichte Daten des pharmazeutischen Unternehmers.

Im Fokus der ergänzenden Bewertung stehen patientenberichtete Endpunkte zur Symptomatik. Hierzu zählen das Psoriasis-Tagebuch (PSD) und das Patient Global Assessment (PGA) aus den Studien BE SURE und BE RADIANT.

Die Bewertung unterscheidet zwei therapeutische Fragestellungen. Diese umfassen die erstmalige systemische Therapie sowie die Behandlung nach unzureichendem Ansprechen auf eine Vortherapie.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende Schlussfolgerungen zum Zusatznutzen von Bimekizumab:

Erstmalige systemische Therapie (Fragestellung 1)

Für Erwachsene, für die eine konventionelle systemische Therapie nicht infrage kommt, wird Bimekizumab mit Adalimumab oder Secukinumab verglichen.

  • Es zeigt sich ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen.

  • Positive Effekte zeigen sich bei der Remission (PASI 100) und der patientenberichteten Schuppung.

  • Dem steht ein Anhaltspunkt für einen größeren Schaden bei schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen gegenüber.

Vorbehandelte Personen (Fragestellung 2)

Bei unzureichendem Ansprechen oder Unverträglichkeit einer vorherigen systemischen Therapie ändert sich die Bewertung durch die nachgereichten Daten positiv.

  • Es ergibt sich ein Beleg für einen geringen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

  • Ein Beleg für einen Zusatznutzen zeigt sich bei der Reduktion der Schuppung.

  • Als negativer Effekt wird ein Beleg für einen beträchtlich größeren Schaden durch Pilzinfektionen festgestellt.

Übersicht des Zusatznutzens

Die abschließende Bewertung des IQWiG stellt sich wie folgt dar:

PatientengruppeZweckmäßige VergleichstherapieAusmaß des Zusatznutzens
Erstmalige systemische Therapie (konventionelle Therapie nicht möglich)Adalimumab oder SecukinumabAnhaltspunkt für geringen Zusatznutzen
Unzureichendes Ansprechen / Unverträglichkeit der VorbehandlungAdalimumab, Secukinumab u.a.Beleg für geringen Zusatznutzen
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💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht geht die Therapie mit Bimekizumab mit einem signifikant erhöhten Risiko für Pilzinfektionen einher. Insbesondere bei vorbehandelten Personen zeigt die Auswertung einen Beleg für einen beträchtlich größeren Schaden in diesem Bereich, was im klinischen Monitoring berücksichtigt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht gibt es für die erstmalige systemische Therapie einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Dies gilt für Fälle, in denen eine konventionelle Therapie nicht infrage kommt.

Bei unzureichendem Ansprechen auf eine vorherige systemische Therapie bescheinigt das IQWiG einen Beleg für einen geringen Zusatznutzen. Diese Aufwertung basiert auf nachträglich eingereichten Daten zur patientenberichteten Symptomatik.

Die Bewertung zeigt ein signifikant erhöhtes Risiko für Pilzinfektionen unter Bimekizumab. Dies wird vom IQWiG als Beleg für einen beträchtlich größeren Schaden im Vergleich zur Kontrollgruppe eingestuft.

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Quelle: IQWiG A22-07: Bimekizumab (Plaque-Psoriasis) – Addendum zum Auftrag A21-110 (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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