IQWiG2021Onkologie

Selpercatinib bei Schilddrüsenkarzinom: IQWiG-Bewertung

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A21-28 evaluiert den Zusatznutzen von Selpercatinib bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren. Es geht um das fortgeschrittene, RET-mutierte medulläre Schilddrüsenkarzinom (MTC).

Die Zielgruppe umfasst Personen, die nach einer Vorbehandlung mit Cabozantinib und/oder Vandetanib eine weitere systemische Therapie benötigen. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Best Supportive Care (BSC) festgelegt.

Der pharmazeutische Unternehmer reichte Daten aus der unkontrollierten Basket-Studie LIBRETTO-001 ein. Zudem wurden historische Vergleiche mit einzelnen Studienarmen aus anderen Untersuchungen vorgelegt.

Empfehlungen

Die Nutzenbewertung des IQWiG kommt zu folgenden zentralen Ergebnissen:

Bewertung des Zusatznutzens

Laut Bericht ist ein Zusatznutzen von Selpercatinib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (BSC) nicht belegt. Die vorgelegten Daten lassen keine verlässlichen Aussagen zu.

Das Institut begründet dies primär mit dem Fehlen randomisierter kontrollierter Studien (RCTs). Die eingereichte Studie LIBRETTO-001 ist unkontrolliert und bietet keinen direkten Vergleich.

Methodische Mängel der Evidenz

Der Bericht identifiziert mehrere Schwächen in der vorgelegten Datengrundlage:

  • Es fehlen vergleichende Daten gegenüber Best Supportive Care.

  • Historische Vergleiche einzelner Studienarme werden als ungeeignet eingestuft.

  • Die Populationen der herangezogenen Studien unterscheiden sich stark bezüglich Vorbehandlung und RET-Mutationsstatus.

Abweichungen von der Zulassung

Zusätzlich bemängelt das IQWiG Abweichungen von der Fachinformation in der LIBRETTO-001-Studie. Bei mindestens 26 Prozent der untersuchten Personen entsprach die Dosierung nicht den Zulassungsvorgaben.

Zudem wurde die Therapie teilweise über einen Tumorprogress hinaus fortgesetzt. Dies schränkt die Interpretierbarkeit der Studienergebnisse laut Bewertung weiter ein.

Dosierung

Der Bericht zitiert folgende Dosierungsvorgaben für Selpercatinib gemäß Fachinformation:

KörpergewichtEmpfohlene DosisEinnahmeZyklusdauer
≥ 50 kg160 mg2-mal täglich oral28 Tage
< 50 kg120 mg2-mal täglich oral28 Tage

Bei auftretenden unerwünschten Ereignissen wird eine Dosisreduktion beschrieben. Diese erfolgt in Schritten von jeweils 80 mg pro Tag.

Kontraindikationen

Der Bericht verweist auf dosislimitierende Toxizitäten, die in der Phase-1-Studie zum Therapieabbruch führten. Dazu zählte unter anderem eine febrile Neutropenie ab Grad 3.

Zudem wird ein Behandlungsabbruch bei inakzeptabler Toxizität beschrieben.

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💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt aus der IQWiG-Bewertung ist die strikte Beachtung der gewichtsadaptierten Dosierung von Selpercatinib. In klinischen Studien wurde häufig eine einheitliche Startdosis von 160 mg gewählt, was bei Personen unter 50 kg Körpergewicht nicht der Fachinformation entspricht. Es wird hervorgehoben, dass solche Abweichungen die Übertragbarkeit von Studiendaten auf den Versorgungsalltag einschränken.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG bemängelt das Fehlen randomisierter kontrollierter Studien gegenüber Best Supportive Care. Die vorgelegte unkontrollierte Studie LIBRETTO-001 lässt laut Bericht keine vergleichenden Aussagen zu.

Die Bewertung bezieht sich auf Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit fortgeschrittenem, RET-mutiertem medullärem Schilddrüsenkarzinom. Voraussetzung ist, dass zuvor eine Therapie mit Cabozantinib und/oder Vandetanib erfolgte.

Gemäß den im Bericht zitierten Zulassungsvorgaben richtet sich die Dosis nach dem Körpergewicht. Ab 50 kg werden zweimal täglich 160 mg empfohlen, unter 50 kg zweimal täglich 120 mg.

Der Bericht stuft Vergleiche einzelner Arme aus verschiedenen Studien als ungeeignet ein. Die Unterschiede in den Einschlusskriterien und unbekannte Störgrößen verzerren laut IQWiG die Ergebnisse zu stark.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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