Cabozantinib: Indikation beim Schilddrüsenkarzinom
Hintergrund
Der Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Cabozantinib. Das Medikament wird zur Behandlung des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms (DTC) eingesetzt.
Die Zielpopulation umfasst Erwachsene mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem DTC. Voraussetzung ist, dass die Erkrankung refraktär gegenüber Radiojod (RAI) ist oder eine RAI-Therapie nicht infrage kommt.
Zudem muss während oder nach einer vorherigen systemischen Therapie eine Krankheitsprogression aufgetreten sein. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine patientenindividuelle Auswahl aus Sorafenib, Lenvatinib und Best Supportive Care (BSC) festgelegt.
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger Aspekt bei der Verordnung von Cabozantinib ist die strikte Nüchterneinnahme. Es wird darauf hingewiesen, dass mindestens 2 Stunden vor und bis 1 Stunde nach der Einnahme keine Nahrung aufgenommen werden darf. Zudem wird bei Toxizitäten ab Grad 3 eine strukturierte Dosisreduktion in 20-mg-Schritten empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Cabozantinib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Der Hersteller hat keine verwertbaren Daten für diesen direkten Vergleich vorgelegt.
Der Bericht beziffert die reinen Arzneimittelkosten für Cabozantinib auf etwa 65.500 Euro pro Patient und Jahr. Dies liegt in einer ähnlichen Größenordnung wie die Vergleichstherapien Lenvatinib und Sorafenib.
Es wird eine tägliche Dosis von 60 mg empfohlen, die im Ganzen geschluckt werden muss. Die Einnahme erfolgt nüchtern, wobei 2 Stunden vor und 1 Stunde nach der Gabe keine Nahrung verzehrt werden darf.
Gemäß Zulassung richtet sich die Therapie an Patienten mit differenziertem Schilddrüsenkarzinom, die refraktär gegenüber Radiojod sind. Zudem muss bereits eine Krankheitsprogression unter oder nach einer vorherigen systemischen Therapie aufgetreten sein.
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Quelle: IQWiG A22-59: Cabozantinib (Schilddrüsenkarzinom) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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