IQWiG2025Onkologie

Pembrolizumab bei Zervixkarzinom: IQWiG-Nutzenbewertung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A24-110 bewertet den Zusatznutzen von Pembrolizumab in Kombination mit einer Radiochemotherapie. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom (Stadium III bis IVA gemäß FIGO 2014).

Voraussetzung für die Behandlung ist, dass die Patientinnen zuvor keine definitive Therapie erhalten haben. Die Bewertung vergleicht die Kombinationstherapie mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie, bestehend aus perkutaner Strahlentherapie, Cisplatin und Brachytherapie.

Die Datengrundlage der Nutzenbewertung bildet die doppelblinde, randomisierte kontrollierte Studie KEYNOTE A18. In dieser wurde Pembrolizumab plus Radiochemotherapie gegen Placebo plus Radiochemotherapie untersucht.

Empfehlungen

Die Nutzenbewertung des IQWiG formuliert basierend auf der Studie KEYNOTE A18 folgende zentrale Ergebnisse:

Gesamtüberleben und Zusatznutzen

Laut Bewertung zeigt sich für den Endpunkt Gesamtüberleben ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten der Kombinationstherapie mit Pembrolizumab. Daraus leitet das IQWiG einen Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen ab.

Der Überlebensvorteil überwiegt in der Gesamtabwägung. Er wird jedoch durch Nachteile bei den Nebenwirkungen relativiert.

Nebenwirkungen und Schäden

Die Bewertung stellt in der Kategorie der schwerwiegenden und schweren Nebenwirkungen Anhaltspunkte für einen höheren Schaden fest. Dies betrifft laut Bericht insbesondere folgende Endpunkte:

  • Schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE-Grad ≥ 3)

  • Immunvermittelte schwere unerwünschte Ereignisse

  • Anämie (als schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis)

  • Hypokaliämie (als schweres unerwünschtes Ereignis)

Lebensqualität und Morbidität

Für die meisten Endpunkte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und Morbidität zeigt sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Studienarmen. Dazu zählen unter anderem Fatigue, Schmerzen, Lymphödeme und kognitive Funktionen.

Es ergibt sich in diesen Bereichen kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen. Ein Zusatznutzen ist für diese Endpunkte laut IQWiG damit nicht belegt.

Dosierung

Der IQWiG-Bericht beschreibt das in der Zulassungsstudie KEYNOTE A18 angewendete Dosierungsschema für die Kombinationstherapie.

Medikament / TherapieDosierungDauer / Frequenz
Pembrolizumab (Initialphase)200 mg i.v.5 Zyklen, alle 3 Wochen
Pembrolizumab (Erhaltungsphase)400 mg i.v.15 Zyklen, alle 6 Wochen
Cisplatin40 mg/m2 Körperoberfläche i.v.Wöchentlich, 5 Gaben
Perkutane Strahlentherapie23-28 FraktionenInnerhalb von 40 Tagen
BrachytherapieIm Anschluss an perkutane BestrahlungGesamtbehandlungsdauer max. 50-56 Tage

Kontraindikationen

Laut Bericht waren in der zugrundeliegenden Studie bestimmte Vor- und Begleitbehandlungen ausgeschlossen. Dazu zählen eine vorherige Hysterektomie als Teil der initialen Therapie sowie eine systemische Antitumor-Therapie innerhalb von 4 Wochen vor der Randomisierung.

Zudem war die gleichzeitige Einnahme nephrotoxischer oder ototoxischer Wirkstoffe zusammen mit Cisplatin nicht zulässig. Die Gabe von Lebendimpfstoffen war innerhalb von 30 Tagen vor und nach der Studienbehandlung ausgeschlossen.

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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass der Überlebensvorteil der Pembrolizumab-Kombinationstherapie mit einer Zunahme schwerer unerwünschter Ereignisse, insbesondere immunvermittelter Toxizitäten, einhergeht. Ein engmaschiges Monitoring der Patientinnen hinsichtlich Nebenwirkungen wie Anämie und Hypokaliämie wird im klinischen Behandlungsverlauf als essenziell erachtet.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung gibt es einen Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen. Dieser basiert maßgeblich auf einem signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben.

Die Bewertung gilt für erwachsene Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom im Stadium III bis IVA nach FIGO 2014. Voraussetzung ist, dass noch keine definitive Therapie stattgefunden hat.

Der Bericht zeigt einen höheren Schaden bei schweren unerwünschten Ereignissen (CTCAE-Grad ≥ 3). Dazu zählen insbesondere immunvermittelte Nebenwirkungen, Anämien und Hypokaliämien.

In der zugrundeliegenden Studie wurden initial 200 mg alle 3 Wochen für 5 Zyklen verabreicht. Anschließend erfolgte eine Erhaltungstherapie mit 400 mg alle 6 Wochen für bis zu 15 Zyklen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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