IQWiG2022Onkologie

Abemaciclib bei Mammakarzinom: IQWiG-Nutzenbewertung

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG (A21-153) aus dem Jahr 2022 befasst sich mit der frühen Nutzenbewertung von Abemaciclib. Das Medikament wird in Kombination mit Fulvestrant zur Behandlung des Mammakarzinoms evaluiert.

Grundlage der Bewertung bilden Daten aus den randomisierten, kontrollierten Studien MONARCH 2 und MONARCH plus. Darin wird die Kombinationstherapie mit einer Gabe von Placebo plus Fulvestrant verglichen.

Die Nutzenbewertung erfolgt aufgrund des Ablaufs einer Befristung gemäß § 35a SGB V. Sie untersucht systematisch die Auswirkungen auf Mortalität, Morbidität und gesundheitsbezogene Lebensqualität.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht strukturiert die Nutzenbewertung anhand spezifischer klinischer Fragestellungen und Endpunkte.

Untersuchte Patientengruppen

Die Bewertung unterteilt die Zielpopulation in zwei Hauptgruppen und vergleicht die Therapie jeweils mit Placebo plus Fulvestrant:

FragestellungPatientengruppeVergleichstherapie
A1Postmenopausale Frauen, initiale endokrine TherapiePlacebo + Fulvestrant
B1Postmenopausale Frauen, zuvor endokrine Therapie erhaltenPlacebo + Fulvestrant

Bewertete klinische Endpunkte

Zur Ermittlung des Zusatznutzens zieht der Bericht verschiedene Endpunktkategorien heran. Die Beurteilung basiert auf folgenden Kriterien:

  • Mortalität (Gesamtüberleben)

  • Morbidität (unter anderem Schmerz, Fatigue, Übelkeit und Erbrechen)

  • Gesundheitsbezogene Lebensqualität (körperliche, emotionale und kognitive Funktion)

Fokussierte Nebenwirkungen

Ein wesentlicher Bestandteil der Bewertung ist die Analyse unerwünschter Ereignisse (UEs). Der Bericht hebt dabei spezifische Toxizitäten hervor.

Besondere Aufmerksamkeit wird laut Dokument folgenden Nebenwirkungen gewidmet:

  • Neutropenie (schwere unerwünschte Ereignisse)

  • Diarrhö

  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts sowie der Nieren und Harnwege

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💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht stellen Diarrhö und Neutropenie relevante unerwünschte Ereignisse unter der Kombinationstherapie mit Abemaciclib und Fulvestrant dar. Es wird impliziert, dass ein engmaschiges klinisches Monitoring dieser Parameter essenziell ist, um schwere Verläufe oder Therapieabbrüche rechtzeitig zu erfassen.

Häufig gestellte Fragen

Der Bericht unterscheidet zwischen postmenopausalen Frauen mit initialer endokriner Therapie (Fragestellung A1) und solchen, die bereits zuvor eine endokrine Therapie erhalten haben (Fragestellung B1).

Die Bewertung stützt sich primär auf die Daten der randomisierten, kontrollierten Studien MONARCH 2 und MONARCH plus. In diesen wurde die Kombination gegen Placebo plus Fulvestrant getestet.

Das Dokument hebt insbesondere das Auftreten von Neutropenien und Diarrhö als schwere unerwünschte Ereignisse hervor. Auch gastrointestinale und renale Erkrankungen werden in den Sicherheitsanalysen detailliert betrachtet.

Laut Bericht wurden unter anderem die körperliche, emotionale, kognitive und soziale Funktion sowie das Körperbild und die Zukunftsperspektive der Patientinnen evaluiert. Hierfür kamen standardisierte Fragebögen wie der EORTC QLQ-C30 zum Einsatz.

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Quelle: IQWiG A21-153: Abemaciclib (Mammakarzinom; Kombination mit Fulvestrant) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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