IQWiG2019Onkologie

Abemaciclib (Mammakarzinom): Indikation und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel fasst die Ergebnisse der IQWiG-Dossierbewertung (A18-72) zum Wirkstoff Abemaciclib zusammen. Bewertet wird der Zusatznutzen von Abemaciclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer (Anastrozol oder Letrozol).

Die bewertete Indikation umfasst postmenopausale Frauen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, HER2-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs. Die Kombinationstherapie wird hierbei als initiale endokrine Therapie eingesetzt.

Datengrundlage der Bewertung ist die randomisierte, doppelblinde Phase-3-Studie MONARCH 3. In dieser wurde Abemaciclib plus Aromatasehemmer direkt mit Placebo plus Aromatasehemmer verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass unter der Kombinationstherapie mit Abemaciclib ein signifikant erhöhtes Risiko für schwere Neutropenien und Diarrhö besteht. Insbesondere bei Patientinnen ab 65 Jahren zeigen die Studiendaten eine deutliche Zunahme schwerwiegender unerwünschter Ereignisse. Ein engmaschiges klinisches Monitoring dieser Nebenwirkungen wird in den Zulassungsunterlagen als essenziell beschrieben.

Häufig gestellte Fragen

Laut der IQWiG-Bewertung der MONARCH-3-Studie konnte für das Gesamtüberleben kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Abemaciclib plus Aromatasehemmer und der Monotherapie gezeigt werden. Ein Zusatznutzen in Bezug auf das Überleben ist somit nicht belegt.

Der Bericht identifiziert Diarrhö und Neutropenien als besonders häufige und relevante Nebenwirkungen. Zudem kam es im Abemaciclib-Arm signifikant häufiger zu Therapieabbrüchen aufgrund von unerwünschten Ereignissen.

Ja, die Auswertung zeigt eine Effektmodifikation durch das Alter. Bei Frauen ab 65 Jahren wurde ein deutlich höherer Schaden durch schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE) im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt.

Die Standarddosierung in Kombination mit einer endokrinen Therapie beträgt 150 mg zweimal täglich. Bei Auftreten von Toxizitäten oder der gleichzeitigen Gabe von starken CYP3A4-Inhibitoren ist eine Dosisreduktion vorgesehen.

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Quelle: IQWiG A18-72: Abemaciclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer (Mammakarzinom) - Nutzenbewertung gemäß §35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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