IQWiG2020Onkologie

Abemaciclib bei Mammakarzinom: IQWiG-Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A20-32 bewertet den Zusatznutzen von Abemaciclib in Kombination mit Fulvestrant. Die Bewertung bezieht sich auf Patientinnen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs.

Es handelt sich um eine erneute Nutzenbewertung nach Ablauf einer Befristung. Grund für die Befristung war, dass in der Erstbewertung aus der MONARCH 2-Studie nur vorläufige Daten zum Gesamtüberleben mit wenigen Ereignissen vorlagen.

Für die aktuelle Bewertung wurden die finalen Studienergebnisse der MONARCH 2-Studie herangezogen. Aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte die Erstellung des Berichts ohne Einbindung externer Sachverständiger.

Empfehlungen

Der Bericht unterteilt die Bewertung in verschiedene Fragestellungen, abhängig vom Menopausenstatus und der Vortherapie.

Patientengruppen und Vergleichstherapien

Die Nutzenbewertung definiert folgende therapeutische Situationen und die dazugehörigen zweckmäßigen Vergleichstherapien:

FragestellungPatientengruppeZweckmäßige Vergleichstherapie
A1Postmenopausal, initiale endokrine TherapieAnastrozol, Letrozol, Fulvestrant oder ggf. Tamoxifen
B1Postmenopausal, nach endokriner VortherapieWeitere endokrine Therapie (Tamoxifen, Fulvestrant, Letrozol, Exemestan oder Everolimus + Exemestan)
B2Prä- und perimenopausal, nach endokriner VortherapieEndokrine Therapie nach ärztlicher Maßgabe unter Beachtung der Zulassung

Spezifische Hinweise zu den Subgruppen

Für die Gruppe der prä- und perimenopausalen Frauen (Fragestellung B2) wird laut Bericht eine Ausschaltung der Ovarialfunktion vorausgesetzt.

Zudem wird angemerkt, dass die Zulassung von Fulvestrant einen Einsatz bei postmenopausalen Frauen nur nach vorangegangener Antiöstrogenbehandlung vorsieht. Für den Einsatz bei prä- und perimenopausalen Frauen besteht demnach keine Zulassung für Fulvestrant.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Behandlung von prä- und perimenopausalen Frauen mit Abemaciclib und Fulvestrant wird im Bericht darauf hingewiesen, dass Fulvestrant in dieser Altersgruppe formal keine Zulassung besitzt. Zudem wird bei diesen Patientinnen eine medikamentöse oder chirurgische Ausschaltung der Ovarialfunktion vorausgesetzt.

Häufig gestellte Fragen

Die erneute Bewertung erfolgte nach Ablauf einer Befristung. Der Grund hierfür war, dass nun finale Daten zum Gesamtüberleben aus der MONARCH 2-Studie vorliegen, welche bei der Erstbewertung noch unvollständig waren.

Der Bericht unterscheidet Patientinnen anhand des Menopausenstatus (postmenopausal vs. prä-/perimenopausal). Zudem wird differenziert, ob es sich um eine initiale endokrine Therapie oder eine Behandlung nach vorangegangener endokriner Therapie handelt.

Laut IQWiG-Bewertung dient bei dieser Gruppe Anastrozol, Letrozol, Fulvestrant oder gegebenenfalls Tamoxifen als zweckmäßige Vergleichstherapie.

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