Abemaciclib bei Mammakarzinom: Therapie und Indikation
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A19-25 stellt ein Addendum zur Nutzenbewertung von Abemaciclib in Kombination mit Fulvestrant dar. Es handelt sich um eine Bewertung bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom.
Grundlage der Auswertung ist die randomisierte kontrollierte Studie MONARCH 2. In dieser wurde die Kombination aus Abemaciclib und Fulvestrant direkt mit Placebo und Fulvestrant verglichen.
Das Addendum analysiert spezifisch die Subgruppen der postmenopausalen Frauen unabhängig von der Therapielinie sowie prä- und perimenopausale Frauen mit vorangegangener endokriner Therapie.
💡Praxis-Tipp
In der bewerteten Zulassungsstudie erhielten Patientinnen initial eine Startdosis von 200 mg Abemaciclib, bevor diese auf die zugelassene Dosis von 150 mg reduziert wurde. Es wird in der Bewertung betont, dass unter der Kombinationstherapie mit Fulvestrant schwere unerwünschte Ereignisse wie Neutropenien und Diarrhöen signifikant häufiger auftreten und oft zu Therapieabbrüchen führen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen von Abemaciclib in Kombination mit Fulvestrant für diese Patientengruppe nicht belegt. Die festgestellten Nachteile, insbesondere durch schwere Nebenwirkungen, überwiegen die Vorteile bei der Symptomlinderung.
Der Bericht zeigt ein signifikant häufigeres Auftreten von Diarrhö und schweren Neutropenien (CTCAE-Grad ≥ 3). Dies führt laut den Studiendaten auch zu einer höheren Rate an Therapieabbrüchen.
Die Bewertung stellt fest, dass Fulvestrant als Monotherapie nur für postmenopausale Patientinnen zugelassen ist. Daher gilt es bei prä- und perimenopausalen Frauen nicht als zweckmäßige Vergleichstherapie.
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Quelle: IQWiG A19-25: Abemaciclib (Mammakarzinom; Kombination mit Fulvestrant) - Addendum zum Auftrag A18-73 (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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