IQWiG2020Onkologie

Prostatakarzinom (nmCRPC): Enzalutamid Zusatznutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das IQWiG mit der erneuten Nutzenbewertung von Enzalutamid nach Ablauf einer Befristung. Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Männer mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Hochrisiko-Prostatakarzinom (Hochrisiko-nmCRPC).

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde ein abwartendes Vorgehen unter Beibehaltung der bestehenden konventionellen Androgendeprivationstherapie (ADT) festgelegt. Die Datengrundlage bildet die randomisierte, doppelblinde Phase-3-Studie PROSPER.

In der Studie wurde die Kombination aus Enzalutamid und ADT mit Placebo und ADT verglichen. Primärer Endpunkt war das metastasenfreie Überleben, während für diese Bewertung insbesondere das Gesamtüberleben sowie Nebenwirkungen und Lebensqualität relevant waren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass unter der Therapie mit Enzalutamid ein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle besteht. Es wird betont, dass es kein spezifisches Antidot gibt und bei einer Überdosierung die Behandlung sofort abgesetzt werden sollte. Zudem wird auf die lange Halbwertszeit von 5,8 Tagen aufmerksam gemacht, die bei der Einleitung supportiver Maßnahmen berücksichtigt werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG leitet aus den Studiendaten einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen ab. Dieser basiert maßgeblich auf einem signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben im Vergleich zum abwartenden Vorgehen.

Ja, laut Bericht muss eine bestehende medikamentöse Kastration mit einem LHRH-Analogon beibehalten werden. Dies gilt für alle Patienten, die nicht bereits operativ kastriert wurden.

Die Bewertung zeigt Anhaltspunkte für einen höheren Schaden bei bestimmten Nebenwirkungen. Dazu zählen psychiatrische Erkrankungen, Hypertonie sowie schwere Erkrankungen des Nervensystems und allgemeine Beschwerden am Verabreichungsort.

Die empfohlene Dosis beträgt laut den im Bericht zitierten Vorgaben 160 mg einmal täglich. Die Einnahme erfolgt oral und kann unabhängig von den Mahlzeiten stattfinden.

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Quelle: IQWiG A20-46: Enzalutamid (Prostatakarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Ablauf Befristung) (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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