Apalutamid bei nmCRPC: Zusatznutzen und Indikation
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Apalutamid. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Männer mit nicht metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (nmCRPC).
Voraussetzung für die Behandlung ist ein hohes Risiko für die Entwicklung von Metastasen. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde ein abwartendes Vorgehen unter Beibehaltung der bestehenden konventionellen Androgendeprivationstherapie (ADT) festgelegt.
Die Bewertung basiert maßgeblich auf dem Datenschnitt der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie SPARTAN. In dieser wurde Apalutamid in Kombination mit ADT gegen Placebo plus ADT verglichen.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass unter der Therapie mit Apalutamid ein erhöhtes Fraktur- und Sturzrisiko besteht. Es wird beschrieben, dass Patienten vor Behandlungsbeginn diesbezüglich evaluiert und fortlaufend überwacht werden sollen. Zudem wird die Erwägung von osteoprotektiven Wirkstoffen als begleitende Maßnahme erwähnt.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht sieht für Patienten mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom (nmCRPC) und hohem Metastasierungsrisiko einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. Dieser basiert maßgeblich auf einem signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben.
Laut Bericht zeigt sich unter Apalutamid ein höherer Schaden unter anderem bei Hauterkrankungen, Infektionen und Verletzungen durch Stürze. Auch das Risiko für Hypothyreose und Arthralgie ist im Vergleich zur Kontrollgruppe erhöht.
Ja, der Bericht betont, dass bei Patienten ohne chirurgische Kastration die medikamentöse Kastration mit einem GnRH-Analogon während der Apalutamid-Therapie beibehalten werden soll.
Bei leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung ist laut den zitierten Fachinformationen keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Nierenfunktionsstörung wird jedoch zu besonderer Vorsicht geraten.
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Quelle: IQWiG A20-36: Apalutamid (Prostatakarzinom) - Nutzenbewertung gemäß §35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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