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Apalutamid bei Prostatakarzinom: IQWiG-Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A20-36 bewertet den Zusatznutzen von Apalutamid bei erwachsenen Männern mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom (nmCRPC).

Voraussetzung für die Behandlung in dieser Indikation ist ein hohes Risiko für die Entwicklung von Metastasen.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde ein abwartendes Vorgehen unter Beibehaltung der bestehenden konventionellen Androgendeprivationstherapie (ADT) festgelegt.

Die Bewertung basiert auf einem neuen Datenschnitt der randomisierten, doppelblinden SPARTAN-Studie vom 01.12.2019, um belastbarere Daten zum Gesamtüberleben zu erhalten.

Empfehlungen

Der Bericht fasst die Ergebnisse zum Zusatznutzen und zu unerwünschten Ereignissen strukturiert zusammen.

Überleben und Morbidität

Für das Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten der Kombinationstherapie aus Apalutamid und ADT.

Daraus leitet die Bewertung einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen ab.

Auch bei der symptomatischen Progression ergibt sich ein Vorteil für die Intervention.

Dies führt laut Bericht zu einem Hinweis auf einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.

Für die gesundheitsbezogene Lebensqualität und den allgemeinen Gesundheitszustand konnte hingegen kein Zusatznutzen belegt werden.

Unerwünschte Ereignisse

Dem festgestellten Nutzen stehen laut Bewertung mehrere negative Effekte im Bereich der Nebenwirkungen gegenüber.

Es zeigen sich Anhaltspunkte für einen höheren Schaden unter anderem bei folgenden Ereignissen:

  • Arthralgie

  • Erkrankungen des Nervensystems

  • Hypothyreose

  • Infektionen und parasitären Erkrankungen

Zudem gibt es einen Hinweis auf einen höheren Schaden bei schweren Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes.

Bewertung der Endpunkte

Die folgende Tabelle fasst die zentralen Effekte der Bewertung zusammen:

EndpunktkategorieSpezifischer EndpunktEffektrichtungAusmaß des Effekts
MortalitätGesamtüberlebenVorteil ApalutamidBeträchtlicher Zusatznutzen
MorbiditätSymptomatische ProgressionVorteil ApalutamidNicht quantifizierbarer Zusatznutzen
NebenwirkungenHauterkrankungen (schwer)Nachteil ApalutamidHöherer Schaden
NebenwirkungenArthralgie, HypothyreoseNachteil ApalutamidHöherer Schaden

Gesamtaussage zum Zusatznutzen

In der Gesamtschau stellen die negativen Effekte die positiven Effekte beim Überleben nicht infrage.

Für Patienten mit nmCRPC und hohem Metastasierungsrisiko ergibt sich insgesamt ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen von Apalutamid plus ADT gegenüber der Vergleichstherapie.

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💡Praxis-Tipp

Laut Bewertung treten unter der Therapie mit Apalutamid signifikant häufiger spezifische unerwünschte Ereignisse wie Arthralgien, Hypothyreosen und Hauterkrankungen auf. Es wird beschrieben, dass diese negativen Effekte den beträchtlichen Überlebensvorteil in der Gesamtschau jedoch nicht aufheben.

Häufig gestellte Fragen

Die Bewertung stellt einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen fest. Dies basiert maßgeblich auf einem signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben im Vergleich zum abwartenden Vorgehen.

Als Vergleichstherapie diente ein abwartendes Vorgehen unter Beibehaltung der bestehenden Androgendeprivationstherapie (ADT). In der Studie wurde dies durch die Gabe von Placebo plus ADT umgesetzt.

Der Bericht zeigt einen höheren Schaden unter anderem bei Arthralgien, Hypothyreosen und Erkrankungen des Nervensystems. Auch schwere Hauterkrankungen traten im Interventionsarm häufiger auf.

Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Männer mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom (nmCRPC). Eine weitere Voraussetzung ist ein hohes Risiko für die Entwicklung von Metastasen.

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Quelle: IQWiG A20-36: Apalutamid (Prostatakarzinom) - Nutzenbewertung gemäß §35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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