Insulin glargin/Lixisenatid: Zusatznutzen und Dosierung
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung der fixen Kombination aus Insulin glargin und Lixisenatid beauftragt. Die Bewertung bezieht sich auf Erwachsene mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2.
Das Anwendungsgebiet umfasst den Einsatz als Ergänzung zu Diät und Bewegung. Die Fixkombination wird dabei zusätzlich zu Metformin und einem SGLT-2-Inhibitor verabreicht.
Für die Bewertung des Zusatznutzens wurde zwischen zwei Patientengruppen unterschieden. Dies betrifft einerseits Personen, die mit oralen Antidiabetika unzureichend eingestellt sind, und andererseits Personen mit unzureichender Insulintherapie.
💡Praxis-Tipp
Um Medikationsfehler zu vermeiden, wird dringend angeraten, die korrekte Anzahl der Dosisschritte und den exakten Pen-Typ auf dem Rezept zu vermerken. Personen, die zuvor ausschließlich orale Antidiabetika erhielten, dürfen die Therapie keinesfalls mit dem hochdosierten olivfarbenen Pen (30-60 Dosisschritte) beginnen.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht stellt fest, dass ein Zusatznutzen der Fixkombination für die bewerteten Patientengruppen nicht belegt ist. Dies liegt an fehlenden relevanten Studiendaten im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie.
Das Präparat wird bei Erwachsenen mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt. Es dient als Ergänzung zu Diät und Bewegung, zusätzlich zu Metformin und einem SGLT-2-Inhibitor.
Laut Fachinformation erfolgt die Gabe einmal täglich als subkutane Injektion. Die Verabreichung sollte in der Stunde vor einer bevorzugten, täglich gleichen Mahlzeit stattfinden.
Bei schwerer Nierenfunktionseinschränkung oder terminaler Niereninsuffizienz wird die Anwendung nicht empfohlen. Bei leichteren Einschränkungen sind engmaschige Blutzuckerkontrollen angeraten.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: IQWiG A20-38: Insulin glargin/Lixisenatid (Diabetes mellitus Typ 2) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
IQWiG A18-16: Insulin glargin/Lixisenatid (Diabetes mellitus Typ 2) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A13-11: Lixisenatid - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung)
IQWiG A15-30: Insulin degludec/Liraglutid (neues Anwendungsgebiet) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung)
IQWiG A15-15: Insulin degludec/Liraglutid - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung)
IQWiG A19-49: Empagliflozin/Linagliptin (Diabetes mellitus Typ 2) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A23-112: Tirzepatid (Diabetes mellitus Typ 2) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A17-33: Saxagliptin/Metformin (Diabetes mellitus Typ 2) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A21-158: Ertugliflozin (Diabetes mellitus Typ 2) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen