Saxagliptin/Metformin: Dosierung und Zusatznutzen
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A17-33 aus dem Jahr 2017 bewertet den Zusatznutzen der fixen Kombination aus Saxagliptin und Metformin bei erwachsenen Personen mit Diabetes mellitus Typ 2. Die Bewertung bezieht sich auf eine im Juni 2017 zugelassene Erweiterung des Anwendungsgebiets.
Konkret geht es um den Einsatz in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln, ausgenommen Insulin und Sulfonylharnstoffe. Dies gilt als Ergänzung zu Diät und Bewegung, wenn die bisherige Therapie keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erzielt.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie legte der Gemeinsame Bundesausschuss primär die Gabe von Humaninsulin in Kombination mit Metformin oder Empagliflozin fest. Bei Unverträglichkeiten kommt auch eine Monotherapie mit Humaninsulin infrage.
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger Aspekt im klinischen Alltag ist das perioperative Management. Laut Dokument muss die Fixkombination bei Operationen unter Allgemein-, Spinal- oder Epiduralanästhesie zwingend abgesetzt werden. Die Therapie darf frühestens 48 Stunden nach dem Eingriff und erst nach laborchemisch bestätigter, stabiler Nierenfunktion wieder aufgenommen werden.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht stellt fest, dass ein Zusatznutzen für die Kombination mit anderen Antidiabetika nicht belegt ist. Es wurden keine entsprechenden Studiendaten vom Hersteller vorgelegt.
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat primär Humaninsulin in Kombination mit Metformin oder Empagliflozin als Vergleichstherapie festgelegt. Bei Unverträglichkeiten kann auch Humaninsulin allein eingesetzt werden.
Das Präparat wird zweimal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen. Die empfohlene Tagesgesamtdosis von Saxagliptin beträgt dabei 5 mg, aufgeteilt in zwei Einzeldosen zu je 2,5 mg.
Zu den strengen Kontraindikationen zählen unter anderem eine schwere Niereninsuffizienz, akute metabolische Azidosen sowie Leberfunktionsstörungen. Auch während der Stillzeit darf das Präparat nicht angewendet werden.
Laut Dokument können Induktoren des Cytochroms P450 3A4 die blutzuckersenkende Wirkung von Saxagliptin reduzieren. Dazu gehören beispielsweise Carbamazepin, Dexamethason, Phenobarbital und Phenytoin.
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Quelle: IQWiG A17-33: Saxagliptin/Metformin (Diabetes mellitus Typ 2) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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