Ribociclib: Indikation und Therapie des Mammakarzinoms
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Ribociclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer. Die Bewertung bezieht sich auf prä- und perimenopausale Frauen mit hormonrezeptorpositivem (HR+), humanem epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom.
Spezifisch wird eine Teilpopulation der MONALEESA-7-Studie betrachtet. Es handelt sich um Patientinnen, die während oder innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss einer (neo)adjuvanten endokrinen Therapie eine Krankheitsprogression erlitten haben.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine endokrine Therapie nach Maßgabe des Arztes festgelegt, in diesem Fall Letrozol. Der Bericht analysiert, ob die Kombination aus Ribociclib und Letrozol im Vergleich zu Placebo und Letrozol einen therapeutischen Vorteil bietet.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass unter der Kombinationstherapie mit Ribociclib und Letrozol ein signifikant höheres Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse besteht. Es wird betont, dass insbesondere schwere Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems wie Neutropenien auftreten. Laut Bewertung überwiegt dieser erhebliche Schaden die leichten Vorteile bei der Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ergibt sich für prä- und perimenopausale Frauen mit frühem Rezidiv nach endokriner Therapie ein Hinweis auf einen geringeren Nutzen. Die schweren Nebenwirkungen überwiegen in dieser spezifischen Gruppe die positiven Effekte.
Die Auswertung zeigt einen deutlichen Anstieg von schweren unerwünschten Ereignissen (CTCAE Grad 3-4). Insbesondere werden laut Bericht schwere Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems wie Neutropenien beobachtet.
In der spezifischen Teilpopulation der Patientinnen mit Progression innerhalb von 12 Monaten nach adjuvanter Therapie konnte laut IQWiG kein signifikanter Vorteil beim Gesamtüberleben nachgewiesen werden. Ein Zusatznutzen ist für diesen Endpunkt somit nicht belegt.
Der Bericht stellt leichte Vorteile bei der Schmerzlinderung, der kognitiven Funktion und der Zukunftsperspektive fest. Ein konsistenter Vorteil über alle Bereiche der gesundheitsbezogenen Lebensqualität lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
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Quelle: IQWiG A19-46: Ribociclib (Mammakarzinom; Kombination mit einem Aromatasehemmer) - Addendum zum Auftrag A19-06 (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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