Abemaciclib: Therapie des HR+/HER2- Mammakarzinoms
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einem Addendum (A19-24) ergänzende Daten zur Nutzenbewertung von Abemaciclib bewertet. Der Wirkstoff wird in Kombination mit einem Aromatasehemmer beim Mammakarzinom eingesetzt.
Es handelt sich um postmenopausale Frauen mit Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs. Die Kombinationstherapie dient in diesem Setting als initiale endokrine Therapie.
Der pharmazeutische Unternehmer reichte neue Ereigniszeitanalysen zur Symptomatik und gesundheitsbezogenen Lebensqualität aus der MONARCH-3-Studie nach. Diese sollten methodische Mängel der ursprünglichen Dossierbewertung beheben, bei der unter anderem Todesfälle fälschlicherweise als Verschlechterung der Lebensqualität gewertet wurden.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass unter der Kombinationstherapie mit Abemaciclib vermehrt schwere Nebenwirkungen wie Diarrhö und Neutropenien auftreten. Es wird deutlich, dass insbesondere bei Patientinnen ab 65 Jahren ein signifikant höheres Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse besteht. Dies führt laut den Studiendaten häufiger zu vorzeitigen Therapieabbrüchen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen von Abemaciclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer als initiale endokrine Therapie nicht belegt. In der Gesamtschau ergibt sich stattdessen ein Hinweis auf einen geringeren Nutzen gegenüber der Vergleichstherapie.
Der Bericht stellt fest, dass unter der Kombinationstherapie signifikant häufiger Diarrhö auftritt. Zudem gibt es Hinweise auf vermehrte schwere unerwünschte Ereignisse wie Neutropenien und Therapieabbrüche.
Die Auswertung der EORTC-Fragebögen zeigt keine generelle Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Für die Skala zur Wahrnehmung des eigenen Körperbildes ergibt sich laut Bericht sogar ein Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen.
Die Bewertung bezieht sich auf postmenopausale Frauen mit HR-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs. Die Therapie erfolgt in diesem Setting als initiale endokrine Behandlung.
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Quelle: IQWiG A19-24: Abemaciclib (Mammakarzinom; Kombination mit einem Aromatasehemmer) - Addendum zum Auftrag A18-72 (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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