Lenvatinib bei HCC: Therapie und Nebenwirkungsprofil
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertete in diesem Addendum nachgereichte Daten zu Nebenwirkungen von Lenvatinib. Die Analyse vergleicht Lenvatinib mit Sorafenib in der Erstlinientherapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC).
Die Zielgruppe umfasst erwachsene Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem oder inoperablem HCC ohne vorherige systemische Therapie. Voraussetzung ist das Vorliegen eines Child-Pugh A Status oder das Fehlen einer Leberzirrhose.
Hintergrund der Nachbewertung war eine unzureichende Datenlage im ursprünglichen Dossier. Es fehlten verwertbare Auswertungen zu spezifischen, schweren und schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen aus der Zulassungsstudie 304, weshalb der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) diese ergänzende Bewertung beauftragte.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass unter Lenvatinib im Vergleich zu Sorafenib zwar das Hand-Fuß-Syndrom seltener auftritt, jedoch ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende hepatische Enzephalopathien besteht. Zudem dokumentiert die Auswertung eine vermehrte Rate an schweren Hypertonien und Proteinurien, was bei der Therapieüberwachung berücksichtigt werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Lenvatinib gegenüber Sorafenib in der Erstlinientherapie des HCC nicht belegt. Dies gilt für Patienten mit Child-Pugh A oder ohne Leberzirrhose.
Die Auswertung zeigt, dass unter Lenvatinib schwere Formen des Hand-Fuß-Syndroms seltener auftreten. Zudem gibt es Hinweise auf ein geringeres Risiko für Alopezie und Diarrhö.
Der Bericht identifiziert Anhaltspunkte für ein häufigeres Auftreten von schwerer hepatischer Enzephalopathie, Hypertonie und Proteinurie unter Lenvatinib. Auch verminderter Appetit tritt laut Datenlage vermehrt auf.
Die Bewertung bezieht sich auf systemisch nicht vorbehandelte Erwachsene mit fortgeschrittenem oder inoperablem HCC. Die Patienten müssen einen Child-Pugh A Status aufweisen oder dürfen keine Leberzirrhose haben.
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Quelle: IQWiG A19-15: Lenvatinib (hepatozelluläres Karzinom) - Addendum zum Auftrag A18-57 (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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