IQWiG2017Onkologie

Lenvatinib (Nierenzellkarzinom): Therapie & Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A16-63 bewertet den Zusatznutzen von Lenvatinib in Kombination mit Everolimus. Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Personen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom.

Voraussetzung für diese Therapie ist eine vorhergehende, gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) gerichtete Behandlung. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Everolimus festgelegt.

Die Datengrundlage der Bewertung bildet die offene, randomisierte Phase-2-Studie E7080-G000-205. In dieser wurde die Kombinationstherapie mit einer Everolimus-Monotherapie verglichen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht betont, dass unter der Kombinationstherapie häufig eine Hypertonie auftritt, meist früh im Behandlungsverlauf. Es wird darauf hingewiesen, dass der Blutdruck vor Beginn der Therapie gut eingestellt sein muss und während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden sollte, um Dosisreduktionen oder Therapieabbrüche zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG sieht einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen der Kombination aus Lenvatinib und Everolimus. Dies basiert auf einem Überlebensvorteil, dem jedoch ein höheres Risiko für schwere Diarrhö gegenübersteht.

Laut Bericht ist die Kombinationstherapie für Personen zugelassen, die zuvor eine gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) gerichtete Behandlung erhalten haben.

Die empfohlene Tagesdosis beträgt 18 mg Lenvatinib in Kombination mit 5 mg Everolimus. Die Einnahme erfolgt einmal täglich.

Der Bericht hebt insbesondere ein signifikant erhöhtes Risiko für schwere Diarrhö (CTCAE-Grad 3 oder 4) hervor. Zudem wird auf das häufige Auftreten von Hypertonie, Proteinurie und möglichen Leberfunktionsstörungen hingewiesen.

Bei schwerer Nierenfunktionsstörung wird eine reduzierte Anfangsdosis von 10 mg Lenvatinib empfohlen. Bei terminaler Niereninsuffizienz wird die Anwendung laut Fachinformation nicht empfohlen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG A16-63: Lenvatinib (Nierenzellkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.