Abirateron (mHSPC): Therapie, Fatigue, Nebenwirkungen
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht (Addendum A18-26) bewertet ergänzende Daten zum Zusatznutzen von Abirateronacetat. Die Bewertung bezieht sich auf Patienten mit neu diagnostiziertem Hochrisiko-metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC).
Grundlage der Analyse sind nachgereichte Auswertungen der Studien LATITUDE und STAMPEDE. Im Fokus stehen dabei detaillierte Analysen zum Endpunkt Fatigue sowie zu spezifischen Nebenwirkungen.
Die zweckmäßige Vergleichstherapie besteht aus einer konventionellen Androgendeprivationstherapie (ADT). Diese kann gegebenenfalls in Kombination mit nicht steroidalen Antiandrogenen verabreicht werden.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bewertung geht die Therapie mit Abirateronacetat mit einem erhöhten Risiko für spezifische schwere Nebenwirkungen einher. Es wird insbesondere auf das signifikant häufigere Auftreten von Hypokaliämien, Leberwerterhöhungen (ALT/AST) sowie schweren Herzerkrankungen hingewiesen. Ein regelmäßiges klinisches und laborchemisches Monitoring dieser Parameter stellt einen wichtigen Aspekt der Behandlung dar.
Häufig gestellte Fragen
Das IQWiG stellt für Abirateron in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) einen Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen fest. Bezüglich des Gesamtüberlebens wird das Ausmaß sogar als erheblich eingestuft.
Laut den nachgereichten Analysen der LATITUDE-Studie verzögert Abirateron die Verschlechterung der stärksten Fatigue signifikant. Daraus leitet das IQWiG einen Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen von beträchtlichem Ausmaß ab.
Die Bewertung zeigt einen höheren Schaden durch schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE Grad 3–4). Dazu zählen insbesondere Hypokaliämien, Erhöhungen der Leberenzyme (ALT und AST) sowie Herzerkrankungen.
Die zweckmäßige Vergleichstherapie besteht aus einer konventionellen Androgendeprivationstherapie (ADT). Diese kann gegebenenfalls mit nicht steroidalen Antiandrogenen wie Flutamid oder Bicalutamid kombiniert werden.
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Quelle: IQWiG A18-26: Abirateronacetat (Prostatakarzinom) - Addendum zum Auftrag A17-64 (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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