IQWiG2012Onkologie

Abirateronacetat: Zusatznutzen und Therapie bei mCRPC

Diese Leitlinie stammt aus 2012 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2012)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A11-20 bewertet den Zusatznutzen von Abirateronacetat gemäß § 35a SGB V. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Männer mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC).

Voraussetzung für die Behandlung ist, dass die Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient ist. Für die Bewertung wird die Zielpopulation in zwei Gruppen unterteilt.

Die Einteilung richtet sich danach, ob für die Patienten eine erneute Therapie mit Docetaxel noch infrage kommt oder nicht. Je nach Population definiert der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) unterschiedliche zweckmäßige Vergleichstherapien.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass vor Beginn der Behandlung mit Abirateronacetat eine bestehende Hypertonie stabil eingestellt und eine Hypokaliämie korrigiert werden muss. Es wird empfohlen, Blutdruck, Serum-Kalium und Flüssigkeitsretention vor der Therapie und danach mindestens monatlich zu kontrollieren. Zudem ist bei sexuellem Kontakt mit Frauen im gebärfähigen Alter eine zuverlässige Verhütungsmethode (Kondom) erforderlich.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht gibt es einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen für Patienten mit mCRPC, für die eine erneute Docetaxel-Therapie nicht mehr infrage kommt. Für Patienten, die noch für Docetaxel geeignet sind, ist ein Zusatznutzen hingegen nicht belegt.

In der Zulassungsstudie zeigte sich bei der best supportive care-Population eine statistisch signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens. Die mediane Überlebenszeit betrug unter Abirateronacetat 15,8 Monate im Vergleich zu 11,2 Monaten unter Placebo.

Der Bericht gibt an, dass Abirateronacetat immer in Kombination mit Prednison oder Prednisolon (10 mg täglich) eingenommen werden soll. Diese Begleitmedikation verringert die Inzidenz und Schwere von Nebenwirkungen wie Hypertonie und Hypokaliämie.

Es wird empfohlen, die Serum-Transaminasen vor Behandlungsbeginn, in den ersten drei Monaten alle zwei Wochen und danach monatlich zu bestimmen. Zudem sollen Serum-Kalium und Blutdruck mindestens monatlich überwacht werden.

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Quelle: IQWiG A11-20: Abirateronacetat - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2012). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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