IQWiG2017Rheumatologie

Baricitinib bei rheumatoider Arthritis: IQWiG-Bericht

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A17-36 stellt ein Addendum zur Nutzenbewertung von Baricitinib bei erwachsenen Personen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis dar. Es wird die Gesamtpopulation (mITT-Population) der JADV-Studie bewertet.

Die untersuchte Gruppe umfasst Personen mit ungünstigen Prognosefaktoren, die unzureichend auf ein oder mehrere klassische krankheitsmodifizierende Antirheumatika (cDMARDs) angesprochen haben. Verglichen wird die Therapie von Baricitinib plus Methotrexat (MTX) mit Adalimumab plus MTX.

Ein methodisches Problem der bewerteten mITT-Population ist, dass 15,5 % der Teilnehmenden entgegen der Zulassung neben MTX mindestens ein weiteres cDMARD erhielten. Dies erschwert laut Bericht die Übertragbarkeit auf die exakten Fragestellungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Empfehlungen

Der Bericht formuliert basierend auf der JADV-Studie folgende zentrale Bewertungsergebnisse für den Vergleich der beiden Therapiearme.

Vergleich der Therapieeffekte

Die Auswertung zeigt unterschiedliche Effekte in den untersuchten Kategorien. Die folgende Tabelle fasst die Anhaltspunkte für Effekte von Baricitinib plus MTX im Vergleich zu Adalimumab plus MTX zusammen:

Endpunkt-KategorieSpezifischer EndpunktEffektrichtungAusmaß des Effekts
Symptome / FolgekomplikationenNiedrige KrankheitsaktivitätPositivGering
Symptome / FolgekomplikationenKörperlicher Funktionsstatus (HAQ-DI)PositivGering
Gesundheitsbezogene LebensqualitätSF-36v2 akut (körperlicher Summenscore)PositivGering
NebenwirkungenSchwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE)NegativGering

Endpunkte ohne relevanten Unterschied

Für mehrere Endpunkte lässt sich gemäß der Auswertung kein relevanter Unterschied zwischen den Therapiearmen ableiten. Dazu gehören:

  • Gesamtmortalität und Remission

  • Schmerz, Fatigue und Morgensteifigkeit

  • Infektionen und schwerwiegende Infektionen

  • Therapieabbrüche wegen unerwünschter Ereignisse

Gesamtfazit zum Zusatznutzen

In der Gesamtschau stehen sich positive und negative Effekte mit gleicher Ergebnissicherheit gegenüber. Der Bericht schlussfolgert, dass auf Basis der mITT-Population weder ein Vorteil noch ein Nachteil von Baricitinib plus MTX im Vergleich zu Adalimumab plus MTX belegt ist.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass unter der Kombination von Baricitinib und Methotrexat im Vergleich zu Adalimumab und Methotrexat eine signifikant höhere Rate an schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUE) beobachtet wurde. Es wird in der Bewertung zudem kritisch angemerkt, dass die gleichzeitige Gabe von Baricitinib mit mehreren klassischen DMARDs neben Methotrexat nicht der Zulassung entspricht.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist auf Basis der untersuchten mITT-Population weder ein Vorteil noch ein Nachteil von Baricitinib plus MTX gegenüber Adalimumab plus MTX belegt. Positive Effekte bei der Krankheitsaktivität werden durch vermehrte schwerwiegende Nebenwirkungen aufgewogen.

Die Auswertung zeigt geringfügige Vorteile für Baricitinib bei der Erreichung einer niedrigen Krankheitsaktivität. Zudem gibt es Anhaltspunkte für eine leichte Verbesserung des körperlichen Funktionsstatus und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.

Der Bericht stellt fest, dass unter Baricitinib plus MTX signifikant mehr schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE) auftraten als unter Adalimumab plus MTX. Dies wird als Anhaltspunkt für einen negativen Effekt gewertet.

Gemäß der Bewertung ergab sich für den Endpunkt Remission kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Behandlungsgruppen. Es lässt sich daraus kein Anhaltspunkt für einen relevanten Effekt ableiten.

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Quelle: IQWiG A17-36: Baricitinib (rheumatoide Arthritis) - Addendum zum Auftrag A17-14 (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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