IQWiG2017Rheumatologie

Rheumatoide Arthritis: Baricitinib Dosierung & Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht bewertet den Zusatznutzen von Baricitinib bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis. Die Bewertung bezieht sich auf Patienten, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben.

Für die Bewertung wurden vier Patientengruppen gebildet, die sich nach der Vortherapie (ein oder mehrere klassische oder biologische DMARDs) und dem Vorliegen ungünstiger Prognosefaktoren unterscheiden. Baricitinib kann dabei als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat (MTX) eingesetzt werden.

Die Datengrundlage für die Bewertung bildete primär die Phase-III-Studie JADV (RA-BEAM). In dieser randomisierten, doppelblinden Studie wurde Baricitinib in Kombination mit MTX direkt mit Adalimumab plus MTX verglichen.

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💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht warnt vor einem beträchtlich höheren Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse unter Baricitinib im Vergleich zu Adalimumab bei bestimmten Patientengruppen. Es wird dringend darauf hingewiesen, vor Therapiebeginn eine Tuberkulose-Testung durchzuführen und das Blutbild (Lymphozyten, Neutrophile, Hämoglobin) engmaschig zu kontrollieren. Bei abweichenden Laborwerten darf die Therapie nicht eingeleitet werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen insgesamt nicht belegt. Für Patienten mit ungünstigen Prognosefaktoren nach Versagen eines cDMARDs gibt es sogar einen Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen im Vergleich zu Adalimumab aufgrund vermehrter Nebenwirkungen.

Die Standarddosis beträgt 4 mg einmal täglich. Bei Patienten ab 75 Jahren, bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min) oder bei chronischen Infekten wird eine reduzierte Dosis von 2 mg täglich empfohlen.

Der Bericht weist darauf hin, dass vor Behandlungsbeginn die absolute Lymphozyten- und Neutrophilenzahl sowie der Hämoglobinwert überprüft werden müssen. Bei zu niedrigen Werten darf die Therapie nicht eingeleitet werden.

Bei einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/min wird eine reduzierte Dosis von 2 mg empfohlen. Bei einer Clearance unter 30 ml/min sollte das Medikament laut Fachinformation nicht angewendet werden.

Ja, es wird empfohlen, Patienten vor Therapiebeginn auf Tuberkulose zu testen. Bei aktiver Tuberkulose darf das Medikament nicht angewendet werden, bei latenter Tuberkulose ist vorab eine Anti-TB-Therapie zu erwägen.

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Quelle: IQWiG A17-14: Baricitinib (rheumatoide Arthritis) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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