IQWiG2016

Empagliflozin/Metformin bei Typ-2-Diabetes: IQWiG-Bewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht fasst das Addendum A16-47 des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zusammen. Es handelt sich um eine ergänzende Nutzenbewertung der Fixkombination Empagliflozin/Metformin zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2.

Hintergrund ist die Nachreichung von Daten durch den pharmazeutischen Unternehmer nach der ersten Dossierbewertung. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte die erneute Prüfung spezifischer Studien und indirekter Vergleiche.

Im Fokus der Bewertung standen die direkt vergleichende Studie 1245.28, indirekte Vergleiche sowie die EMPA-REG-Outcome-Studie. Die Analysen beziehen sich primär auf die Fragestellung des Vergleichs mit Metformin plus Sulfonylharnstoff.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende methodische Bewertungen zur Datenlage:

Bewertung der Studie 1245.28 und indirekter Vergleiche

Laut IQWiG-Bericht weisen die vorgelegten Daten zur Studie 1245.28 erhebliche Mängel auf. Die relevante Teilpopulation für die Bewertung umfasst Patienten, die eine tägliche Dosis von mindestens 1700 mg Metformin erhielten.

Für diese Gruppe, die etwa 70 Prozent der Studienpopulation ausmacht, werden folgende Kritikpunkte genannt:

  • Es fehlen Auswertungen zu mehreren patientenrelevanten Endpunkten, insbesondere zu spezifischen unerwünschten Ereignissen.

  • Es bestehen unauflösbare und implausible Diskrepanzen zwischen dem Studienbericht und den Zusatzanalysen.

  • In der Gesamtpopulation wurden beispielsweise 104 symptomatische Hypoglykämien angegeben, in der kleineren Teilpopulation jedoch 122 Ereignisse.

Aufgrund dieser Implausibilitäten liegen dem Bericht zufolge weder für die direkte Studie noch für den indirekten Vergleich vollständige und verwertbare Daten vor.

Analyse der EMPA-REG-Studie

Die EMPA-REG-Studie wird als ungeeignet für die Nutzenbewertung der Fixkombination eingestuft. Es wird kritisiert, dass die Auswertungen auf der Gesamtpopulation basieren und nicht auf der relevanten Teilpopulation.

Zudem weist die Methodik laut Bewertung folgende Schwächen auf:

  • Der durchgeführte Interaktionstest zur Übertragbarkeit der Daten ist in sich widersprüchlich.

  • Zulassungsbeschränkungen bei eingeschränkter Nierenfunktion wurden nicht beachtet.

  • Der Anteil der nicht zulassungskonform behandelten Patienten bleibt unklar.

Kontraindikationen

Der Bericht weist auf Zulassungsbeschränkungen bei eingeschränkter Nierenfunktion hin. Für Empagliflozin gilt dies bei einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m2, für Metformin bei einer eGFR < 45 ml/min/1,73 m2.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation von Studiendaten zur Fixkombination Empagliflozin/Metformin wird darauf hingewiesen, die spezifischen Zulassungsbeschränkungen bezüglich der Nierenfunktion (eGFR) strikt zu beachten. Der Bericht zeigt, dass in Studienauswertungen häufig nicht zwischen der Gesamtpopulation und der zulassungskonform behandelten Teilpopulation differenziert wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist die relevante Teilpopulation jene Gruppe von Patienten, die eine tägliche Dosis von mindestens 1700 mg Metformin erhält. In den bewerteten Studien machte diese Gruppe etwa 66 bis 70 Prozent der Gesamtpopulation aus.

Die Bewertung ergab, dass die Auswertungen auf der Gesamtpopulation basierten und nicht auf der relevanten Teilpopulation mit ausreichender Metformindosis. Zudem wurden Zulassungsbeschränkungen bei eingeschränkter Nierenfunktion in den Analysen nicht adäquat berücksichtigt.

Der Bericht beschreibt mathematisch implausible Angaben zu unerwünschten Ereignissen. So wurden für die Gesamtpopulation weniger symptomatische Hypoglykämien gemeldet als für die deutlich kleinere Teilpopulation.

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Quelle: IQWiG A16-47: Empagliflozin/Metformin - Addendum zum Auftrag A16-13 (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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