Empagliflozin: Therapie bei Typ-2-Diabetes und Verlauf

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A16-46 stellt ein Addendum zur Nutzenbewertung von Empagliflozin bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 dar. Der Bericht bewertet nachgereichte Daten des pharmazeutischen Unternehmers.

Im Fokus steht die Fragestellung, welchen Zusatznutzen Empagliflozin in Kombination mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel (außer Insulin) bietet. Als Vergleichstherapie dient Metformin in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff wie Glimepirid.

Zusätzlich analysiert das Dokument die Ergebnisse der EMPA-REG-Outcome-Studie. Hierbei wird insbesondere die Anwendbarkeit der Studiendaten auf die deutsche Versorgungssituation und die leitliniengerechte Standardtherapie untersucht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass ein Therapiebeginn mit Empagliflozin bei einer eGFR unter 60 ml/min/1,73 m2 nicht zulassungskonform ist. Es wird betont, dass die positiven kardiovaskulären Ergebnisse der EMPA-REG-Studie vor dem Hintergrund einer unzureichenden Standardtherapie in der Kontrollgruppe interpretiert werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht zeigt Empagliflozin 25 mg (jeweils plus Metformin) einen Vorteil gegenüber Glimepirid. Dies begründet sich durch weniger nicht tödliche Myokardinfarkte und symptomatische Hypoglykämien, trotz vermehrter Genitalinfektionen.

Die Bewertung leitet für Empagliflozin 10 mg im indirekten Vergleich weder einen Vor- noch einen Nachteil gegenüber Glimepirid ab. Positiven Effekten bei Hypoglykämien stehen vermehrte urogenitale Infektionen gegenüber.

Der Bericht bemängelt, dass die Kontrollgruppe in der EMPA-REG-Studie nicht leitliniengerecht behandelt wurde. Bei unzureichender Blutzuckereinstellung fand keine adäquate Therapieeskalation statt, weshalb ein Vergleich mit der deutschen Standardtherapie nicht möglich ist.

Die Auswertungen zeigen ein signifikant häufigeres Auftreten von Erkrankungen der Nieren und Harnwege. Zudem werden vermehrt Genitalinfektionen und Erkrankungen der Geschlechtsorgane beobachtet.

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Quelle: IQWiG A16-46: Empagliflozin - Addendum zum Auftrag A16-12 (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen

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