IQWiG2015Dermatologie

Secukinumab bei Plaque-Psoriasis: IQWiG-Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende IQWiG-Bericht (Addendum A15-44) bewertet den Zusatznutzen von Secukinumab bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Es handelt sich um eine ergänzende Bewertung auf Basis von 52-Wochen-Daten der CLEAR-Studie.

Die bewertete Subpopulation umfasst Patienten, die auf andere systemische Therapien wie Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA unzureichend angesprochen haben. Ebenso eingeschlossen sind Patienten mit Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten gegenüber diesen Therapien.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde Ustekinumab herangezogen. Der Bericht analysiert Endpunkte wie Remission, Symptomatik, Lebensqualität und unerwünschte Ereignisse über einen Zeitraum von einem Jahr.

Empfehlungen

Remission und Lebensqualität

Laut IQWiG-Bericht zeigt sich für Secukinumab im Vergleich zu Ustekinumab ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen hinsichtlich der Remission. Dies wird anhand der vollständigen Erscheinungsfreiheit (PASI 100) gemessen.

Bezüglich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität ergibt sich ein Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen. Dieser wurde mit dem Dermatology Life Quality Index (DLQI) erfasst.

Symptomatik und Vortherapie

Bei den Symptomen Schmerz, Juckreiz und Schuppung zeigt sich eine Effektmodifikation durch eine vorherige Biologika-Therapie. Die Auswertung ergab folgende Unterschiede:

  • Für Patienten mit vorheriger Biologika-Therapie ergibt sich ein Hinweis auf einen Zusatznutzen bei Schmerz, Juckreiz und Schuppung.

  • Für Patienten ohne vorherige Biologika-Therapie ist ein Zusatznutzen für diese spezifischen Symptome nicht belegt.

Unerwünschte Ereignisse

Es gibt keinen Anhaltspunkt für einen höheren oder geringeren Schaden durch Secukinumab. Bei schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUE) und Infektionen zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zur Vergleichstherapie.

Gesamtaussage zum Zusatznutzen

Das IQWiG leitet basierend auf der Vorbehandlung unterschiedliche Ausmaße des Zusatznutzens ab:

PatientengruppeZweckmäßige VergleichstherapieAusmaß des Zusatznutzens
Mit vorheriger Biologika-TherapieUstekinumabHinweis auf nicht quantifizierbaren Zusatznutzen
Ohne vorherige Biologika-TherapieUstekinumabHinweis auf geringen Zusatznutzen
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💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht betont, dass der Zusatznutzen von Secukinumab hinsichtlich der direkten Symptomlinderung stark von der Vorbehandlung abhängt. Es wird hervorgehoben, dass sich ein relevanter Vorteil bei Schmerz, Juckreiz und Schuppung im Vergleich zu Ustekinumab nur bei Patienten zeigt, die bereits zuvor mit Biologika behandelt wurden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht gibt es einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen für Patienten ohne vorherige Biologika-Therapie. Bei Patienten mit Biologika-Vorbehandlung besteht ein Hinweis auf einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.

Der Bericht stellt einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen bezüglich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität fest. Dies wurde anhand der DLQI-Responder-Raten nach 52 Wochen ermittelt.

Die Auswertung zeigt keine statistisch signifikanten Unterschiede bei schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen oder Infektionen. Ein höherer oder geringerer Schaden von Secukinumab ist im Vergleich zu Ustekinumab somit nicht belegt.

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Quelle: IQWiG A15-44: Secukinumab - Addendum zum Auftrag A15-20 (IQWiG, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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