Secukinumab bei Plaque-Psoriasis: IQWiG-Nutzenbewertung
Hintergrund
Der vorliegende IQWiG-Bericht (Addendum A15-44) bewertet den Zusatznutzen von Secukinumab bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Es handelt sich um eine ergänzende Bewertung auf Basis von 52-Wochen-Daten der CLEAR-Studie.
Die bewertete Subpopulation umfasst Patienten, die auf andere systemische Therapien wie Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA unzureichend angesprochen haben. Ebenso eingeschlossen sind Patienten mit Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten gegenüber diesen Therapien.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde Ustekinumab herangezogen. Der Bericht analysiert Endpunkte wie Remission, Symptomatik, Lebensqualität und unerwünschte Ereignisse über einen Zeitraum von einem Jahr.
Empfehlungen
Remission und Lebensqualität
Laut IQWiG-Bericht zeigt sich für Secukinumab im Vergleich zu Ustekinumab ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen hinsichtlich der Remission. Dies wird anhand der vollständigen Erscheinungsfreiheit (PASI 100) gemessen.
Bezüglich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität ergibt sich ein Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen. Dieser wurde mit dem Dermatology Life Quality Index (DLQI) erfasst.
Symptomatik und Vortherapie
Bei den Symptomen Schmerz, Juckreiz und Schuppung zeigt sich eine Effektmodifikation durch eine vorherige Biologika-Therapie. Die Auswertung ergab folgende Unterschiede:
-
Für Patienten mit vorheriger Biologika-Therapie ergibt sich ein Hinweis auf einen Zusatznutzen bei Schmerz, Juckreiz und Schuppung.
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Für Patienten ohne vorherige Biologika-Therapie ist ein Zusatznutzen für diese spezifischen Symptome nicht belegt.
Unerwünschte Ereignisse
Es gibt keinen Anhaltspunkt für einen höheren oder geringeren Schaden durch Secukinumab. Bei schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (SUE) und Infektionen zeigen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zur Vergleichstherapie.
Gesamtaussage zum Zusatznutzen
Das IQWiG leitet basierend auf der Vorbehandlung unterschiedliche Ausmaße des Zusatznutzens ab:
| Patientengruppe | Zweckmäßige Vergleichstherapie | Ausmaß des Zusatznutzens |
|---|---|---|
| Mit vorheriger Biologika-Therapie | Ustekinumab | Hinweis auf nicht quantifizierbaren Zusatznutzen |
| Ohne vorherige Biologika-Therapie | Ustekinumab | Hinweis auf geringen Zusatznutzen |
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht betont, dass der Zusatznutzen von Secukinumab hinsichtlich der direkten Symptomlinderung stark von der Vorbehandlung abhängt. Es wird hervorgehoben, dass sich ein relevanter Vorteil bei Schmerz, Juckreiz und Schuppung im Vergleich zu Ustekinumab nur bei Patienten zeigt, die bereits zuvor mit Biologika behandelt wurden.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht gibt es einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen für Patienten ohne vorherige Biologika-Therapie. Bei Patienten mit Biologika-Vorbehandlung besteht ein Hinweis auf einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen.
Der Bericht stellt einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen bezüglich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität fest. Dies wurde anhand der DLQI-Responder-Raten nach 52 Wochen ermittelt.
Die Auswertung zeigt keine statistisch signifikanten Unterschiede bei schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen oder Infektionen. Ein höherer oder geringerer Schaden von Secukinumab ist im Vergleich zu Ustekinumab somit nicht belegt.
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Quelle: IQWiG A15-44: Secukinumab - Addendum zum Auftrag A15-20 (IQWiG, 2015). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.