IQWiG2014Onkologie

Regorafenib bei Kolorektalkarzinom: IQWiG-Nutzenbewertung

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A13-37 aus dem Jahr 2014 bewertet den Zusatznutzen von Regorafenib. Es geht um erwachsene Personen mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC).

Die Zielgruppe umfasst Betroffene, die zuvor mit verfügbaren Standardtherapien behandelt wurden oder für diese nicht geeignet sind. Zu den Vortherapien zählen laut Bericht Fluoropyrimidin-basierte Chemotherapien sowie Anti-VEGF- und Anti-EGFR-Therapien.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Best Supportive Care (BSC) festgelegt. Die Bewertung basiert maßgeblich auf der placebokontrollierten Phase-III-Studie CORRECT.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende zentrale Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit.

Gesamtüberleben und positiver Effekt

Laut Bewertung zeigt sich unter Regorafenib plus BSC eine statistisch signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens im Vergleich zu Placebo plus BSC. Daraus wird ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen abgeleitet. Das Ausmaß dieses Zusatznutzens in der Kategorie Mortalität wird als beträchtlich eingestuft.

Nebenwirkungen und negativer Effekt

Die Auswertung der Daten zeigt laut Bericht einen größeren Schaden in der Kategorie schwere Nebenwirkungen. Es traten signifikant häufiger schwere unerwünschte Ereignisse (UE) des CTCAE-Grades 3 auf.

Die größten Unterschiede zeigten sich bei folgenden Einzelereignissen:

  • Hypertonie

  • Fatigue

  • Diarrhoe

  • Hand-Fuß-Syndrom

  • Exanthem

Das Ausmaß dieses größeren Schadens wird vom Institut als erheblich bewertet.

Gesamtaussage zum Zusatznutzen

In der Gesamtschau stehen sich laut Bewertung positive und negative Effekte mit gleicher Ergebnissicherheit gegenüber. Der Mortalitätsvorteil wird durch die Nebenwirkungen nicht gänzlich infrage gestellt. Insgesamt ergibt sich laut Bericht ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Dosierung

Der Bericht zitiert das in der Zulassungsstudie verwendete Dosierungsschema für Regorafenib.

MedikamentDosisEinnahmezyklus
Regorafenib160 mg (4 Tabletten à 40 mg) einmal täglich3 Wochen Einnahme, gefolgt von 1 Woche Pause (1 Zyklus)
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💡Praxis-Tipp

Die Bewertung weist auf eine eingeschränkte Aussagesicherheit der zugrundeliegenden Studie hin, da ausschließlich Personen mit einem ECOG-Performance-Status von 0 oder 1 eingeschlossen wurden. Im klinischen Versorgungsalltag sind Betroffene mit einem ECOG-Status größer als 1 jedoch nicht ungewöhnlich. Es wird betont, dass die Zulassung eine Behandlung bei einem höheren ECOG-Status nicht explizit ausschließt.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht sieht einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen im Vergleich zu Best Supportive Care. Dem beträchtlichen Vorteil beim Gesamtüberleben steht ein erheblicher Schaden durch schwere Nebenwirkungen gegenüber.

Laut Bewertung richtet sich die Therapie an Personen, die zuvor mit Fluoropyrimidin-basierten Chemotherapien, Anti-VEGF- und Anti-EGFR-Therapien behandelt wurden. Alternativ kommt die Behandlung infrage, wenn diese Standardtherapien nicht geeignet sind.

Die Auswertung zeigt ein signifikant häufigeres Auftreten von unerwünschten Ereignissen des CTCAE-Grades 3. Dazu gehören laut Bericht insbesondere Hypertonie, Fatigue, Diarrhoe, Hand-Fuß-Syndrom und Exantheme.

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Quelle: IQWiG A13-37: Regorafenib - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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