IQWiG2013

Aflibercept (Zaltrap) bei mCRC: IQWiG-Nutzenbewertung

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A13-08 bewertet den Zusatznutzen von Aflibercept (Zaltrap) bei erwachsenen Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC). Die Bewertung bezieht sich auf Tumore, die unter oder nach einem Oxaliplatin-haltigen Regime fortgeschritten sind.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Kombinations-Chemotherapie FOLFIRI (5-Fluorouracil, Folinsäure und Irinotecan) festgelegt.

Die Datengrundlage der Bewertung bildet die multinationale, randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie VELOUR. In dieser wurden 1226 Patienten im Verhältnis 1:1 aufgeteilt und behandelt.

Empfehlungen

Die Bewertung des IQWiG formuliert folgende zentrale Ergebnisse zum Zusatznutzen:

Gesamtüberleben (Mortalität)

Die Kombinationstherapie zeigte eine statistisch signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens gegenüber der Vergleichstherapie. Die mediane Überlebenszeit betrug 13,5 Monate unter Aflibercept im Vergleich zu 12,1 Monaten unter Placebo.

Daraus leitet der Bericht einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen für das Gesamtüberleben ab.

Nebenwirkungen und Schadenspotenzial

Laut Bewertung traten unter der Kombination mit Aflibercept signifikant häufiger unerwünschte Ereignisse auf. Dies betrifft insbesondere:

  • Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (SUE)

  • Schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE-Grad 3 und 4)

  • Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen

Für diese Endpunkte ergibt sich ein Hinweis auf einen erheblich größeren Schaden im Vergleich zur alleinigen FOLFIRI-Therapie. Bei Patienten ab 65 Jahren war der Effekt bei den schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen noch stärker ausgeprägt als bei jüngeren Patienten.

Morbidität und Lebensqualität

Für die Endpunktkategorien Morbidität und gesundheitsbezogene Lebensqualität lagen in der eingeschlossenen Studie keine verwertbaren Ergebnisse vor. Ein Zusatznutzen ist für diese Bereiche laut Bericht nicht belegt.

Gesamtaussage zum Zusatznutzen

In der Gesamtschau werden die positiven Effekte beim Überleben gegen das erhebliche Schadenspotenzial durch Nebenwirkungen abgewogen.

Aufgrund der schweren und schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse wird das Ausmaß des Zusatznutzens von "beträchtlich" auf "gering" herabgestuft. Zusammenfassend ergibt sich ein Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen für die Kombinationstherapie.

Dosierung

Der Bericht beschreibt das in der VELOUR-Studie angewendete Dosierungsschema. Die Gabe der Studienmedikation erfolgte in 14-tägigen Zyklen.

MedikamentDosierungApplikationDauer
Aflibercept4 mg/kg Körpergewichtintravenös1 Stunde
Folinsäure400 mg/m² Körperoberflächeintravenös120 Minuten
Irinotecan180 mg/m² Körperoberflächeintravenös90 Minuten
5-Fluorouracil (Bolus)400 mg/m² Körperoberflächeintravenös2 bis 4 Minuten
5-Fluorouracil (Infusion)2400 mg/m² Körperoberflächeintravenös46 Stunden

Kontraindikationen

Der Bericht nennt keine klassischen Kontraindikationen, weist jedoch auf signifikante Risiken hin. Als Begleitmedikation waren Antikonvulsiva aus der Gruppe der CYP3A4-Induktoren in der Zulassungsstudie ausdrücklich ausgeschlossen.

Zudem wird ein erhebliches Schadenspotenzial durch schwere unerwünschte Ereignisse beschrieben. Zu den häufigsten schweren Nebenwirkungen (CTCAE-Grad ≥ 3) zählten Neutropenie, Diarrhoe und Hypertonie.

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💡Praxis-Tipp

Die Bewertung zeigt, dass das Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse unter Aflibercept bei Patienten ab 65 Jahren deutlich stärker ansteigt als bei jüngeren Patienten. Es wird berichtet, dass die Abbruchrate aufgrund von Nebenwirkungen unter der Kombinationstherapie mehr als doppelt so hoch ist wie unter alleiniger FOLFIRI-Gabe.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht attestiert Aflibercept in Kombination mit FOLFIRI einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen. Die Verlängerung des Gesamtüberlebens wird dabei gegen ein erhebliches Schadenspotenzial durch Nebenwirkungen abgewogen.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie diente laut Bewertung die alleinige Gabe von FOLFIRI. Diese besteht aus 5-Fluorouracil, Folinsäure und Irinotecan.

In der Zulassungsstudie zeigte sich eine mediane Überlebenszeit von 13,5 Monaten unter der Kombinationstherapie. Unter der Vergleichstherapie lag dieser Wert bei 12,1 Monaten.

Die Bewertung dokumentiert ein signifikant erhöhtes Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse. Besonders häufig wurden Neutropenie, Diarrhoe und Hypertonie beobachtet.

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Quelle: IQWiG A13-08: Aflibercept (Zaltrap) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2013). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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