BfArM2009

Hormonale Kontrazeptiva & VTE-Risiko: BfArM-Warnung

Diese Leitlinie stammt aus 2009 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2009)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) gehören zu den am häufigsten verordneten Verhütungsmitteln. Venöse thromboembolische Ereignisse (VTE) stellen eine bekannte, wenn auch seltene Nebenwirkung dieser Arzneimittelgruppe dar.

Die Sicherheitswarnung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2009 thematisiert das VTE-Risiko in Abhängigkeit vom enthaltenen Gestagen. Dabei stehen insbesondere neuere Studienergebnisse zu Drospirenon-haltigen Präparaten im Fokus.

Empfehlungen

Die BfArM-Sicherheitswarnung formuliert folgende Kernaussagen zum Thromboserisiko:

Risikobewertung nach Gestagen-Generation

Laut BfArM wird das VTE-Risiko maßgeblich durch die Art des enthaltenen Gestagens beeinflusst. Die Risikoverteilung stellt sich wie folgt dar:

KOK-GenerationEnthaltenes GestagenVTE-Risiko im Vergleich
Zweite GenerationLevonorgestrelReferenzwert (geringstes Risiko)
Dritte GenerationDesogestrel, GestodenUngefähr doppelt so hoch wie 2. Generation
Neuere KOKDrospirenonErhöht gegenüber 2. Generation

Verordnungshinweise

Das BfArM empfiehlt, bei der Verordnung von kombinierten oralen Kontrazeptiva die jeweiligen Produktinformationen strikt zu beachten. Es wird angeraten, individuelle Gegenanzeigen sowie spezifische Risikofaktoren für venöse Thromboembolien vor der Verschreibung sorgfältig zu prüfen.

Kontraindikationen

Das BfArM weist darauf hin, dass bei der Verordnung von kombinierten oralen Kontrazeptiva die in den Produktinformationen genannten Gegenanzeigen zwingend zu beachten sind. Insbesondere wird empfohlen, individuelle Risikofaktoren für venöse thromboembolische Ereignisse (VTE) vor einer Verschreibung zu evaluieren.

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💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, das erhöhte Thromboserisiko von Drospirenon-haltigen Kontrazeptiva zu beachten, da diese entgegen früherer Annahmen ein höheres Risiko als Levonorgestrel-haltige Präparate aufweisen. Laut BfArM ist eine sorgfältige Evaluation individueller VTE-Risikofaktoren vor jeder Verordnung essenziell.

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM weisen kombinierte orale Kontrazeptiva der zweiten Generation, die Levonorgestrel enthalten, das vergleichsweise geringste Risiko für venöse Thromboembolien auf.

Die Sicherheitswarnung gibt an, dass das VTE-Risiko bei Präparaten der dritten Generation (mit Desogestrel oder Gestoden) ungefähr doppelt so hoch ist wie bei Kontrazeptiva der zweiten Generation.

Ja, neuere Studien zeigen laut BfArM, dass das VTE-Risiko bei Drospirenon-haltigen Kontrazeptiva höher ist als bei der Anwendung von Präparaten der zweiten Generation. Dies revidiert frühere Annahmen aus dem Jahr 2007.

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