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Hodgkin Lymphom: Diagnostik, Therapie und Nachsorge

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Leitlinienprogramm Onkologie (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie des Leitlinienprogramms Onkologie (Version 2.1, 2019) definiert die Standards für die Versorgung von Erwachsenen mit einem Hodgkin Lymphom. Ziel ist es, das Gesamtüberleben zu verlängern, Toxizitäten zu minimieren und die Lebensqualität zu erhalten.

Typische Symptome der Erkrankung umfassen schmerzlose, derbe Lymphknotenschwellungen, die häufig zervikal auftreten. Bei etwa 40 Prozent der Betroffenen zeigt sich zudem eine B-Symptomatik mit Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust.

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer zügigen und exakten Stadieneinteilung. Diese bildet die Grundlage für eine risikoadaptierte Therapie, die sich in frühe, intermediäre und fortgeschrittene Stadien unterteilt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont den hohen negativ prädiktiven Wert des PET/CTs beim Hodgkin Lymphom. Es wird darauf hingewiesen, dass bei einem unauffälligen Knochenmarkbefund im initialen PET/CT auf eine routinemäßige Knochenmarkbiopsie sicher verzichtet werden kann. Zudem ermöglicht ein negatives PET/CT nach Chemotherapie im fortgeschrittenen Stadium den Verzicht auf eine konsolidierende Strahlentherapie.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollte bei Patienten über 60 Jahren auf das BEACOPP-Schema verzichtet werden. Im frühen Stadium werden 2 Zyklen ABVD empfohlen, in höheren Stadien Kombinationen wie ABVD gefolgt von AVD oder das PVAG-Schema, jeweils mit lokaler Bestrahlung von Restbefunden.

Die Leitlinie rät von routinemäßigen CT- oder Röntgen-Thorax-Untersuchungen bei asymptomatischen Patienten in kompletter Remission ab. Die Früherkennung von Rezidiven stützt sich primär auf eine ausführliche Anamnese und die körperliche Untersuchung.

Es wird ein Interim-PET/CT nach 2 Zyklen BEACOPPeskaliert empfohlen. Bei einem negativen Befund kann die Therapie auf insgesamt 4 Zyklen deeskaliert werden, während bei einem positiven Befund insgesamt 6 Zyklen verabreicht werden.

Männern soll vor Therapiebeginn eine Kryokonservierung von Spermien angeboten werden. Für Frauen sollten medikamentöse Maßnahmen (GnRH-Analoga) sowie reproduktionsmedizinische Verfahren wie die Kryokonservierung von Eizellen oder ovariellem Gewebe erwogen werden.

Eine additive Strahlentherapie mit 30 Gy soll im fortgeschrittenen Stadium nur dann erfolgen, wenn nach Abschluss der Chemotherapie noch PET/CT-positives Restgewebe von mindestens 1,5 cm Größe vorliegt.

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Quelle: S3-Leitlinie Hodgkin Lymphom v2.1 (Leitlinienprogramm Onkologie, 2019) (Leitlinienprogramm Onkologie, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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